Stellungnahme des DAHOP zum Angriff auf die HOSI Tirol
Der Diözesane Arbeitskreis Homosexuellenpastoral (DAHOP) verurteilt den Angriff auf die Regenbogenflagge vor den Räumlichkeiten der HOSI Tirol in der Nacht auf den 22. April 2026 mit aller Deutlichkeit. Das gewaltsame Abreißen, die mutwillige Beschädigung sowie Hinweise auf einen möglichen Brandversuch stellen keinen belanglosen Akt von Vandalismus dar, sondern einen gezielten queerfeindlichen Angriff.
Die Regenbogenflagge ist weltweit ein Zeichen für Sichtbarkeit, Würde, Gleichberechtigung und das Recht auf ein Leben ohne Angst. Wer dieses Symbol angreift, greift queere Menschen an.
Wir widersprechen entschieden jeder Form von Ausgrenzung, Einschüchterung und Hass. Queerfeindliche Gewalt steht in klarem Widerspruch zu christlichen Grundwerten. Die Würde jedes Menschen ist unantastbar – sie hängt weder von sexueller Orientierung noch von geschlechtlicher Identität ab.
Dass es Hinweise auf einen möglichen Brandversuch gibt, verdeutlicht die Eskalation dieses Angriffs. Solche Taten entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern in einem gesellschaftlichen Klima, in dem queere Menschen zunehmend angefeindet und bedroht werden. Diese Entwicklung darf weder relativiert noch verharmlost werden.
Wir stehen solidarisch an der Seite der HOSI Tirol und aller queeren Menschen. Gewalt und Einschüchterung gegen sichtbare Vielfalt verletzen grundlegende Werte menschlichen Zusammenlebens.
Hass darf keinen Platz haben. Vielfalt schon.