Politisches Abendgebet zum Gedenken an die Opfer von Femiziden

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Ihre tödlichste Form sind Femizide. Am Vorabend des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen gedenken wir der Frauen, die aufgrund ihres Geschlechts getötet wurden, und setzen gemeinsam ein Zeichen für Solidarität, Gerechtigkeit und gesellschaftliche Veränderung.

Am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, erstrahlen weltweit Gebäude in Orange. Die leuchtende Farbe macht auf eine erschütternde Realität aufmerksam: Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist nach wie vor Teil unseres Alltags. Auch das Frauenreferat der Diözese Innsbruck beteiligt sich seit vielen Jahren an dieser Aktion und setzt gemeinsam mit Pfarren ein sichtbares Zeichen der Solidarität und des Hinschauens.

Die extremste Form dieser Gewalt sind Femizide, also die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch mit einer eigenen Geschichte, mit Beziehungen, Hoffnungen und Zukunftsplänen. Die Berichte über diese Verbrechen machen betroffen, fassungslos und oft auch ohnmächtig. Dennoch dürfen die Opfer nicht in Vergessenheit geraten.

Deshalb laden die Katholische Frauenbewegung und das Frauenreferat der Diözese Innsbruck jährlich am Vorabend des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen zu einem politischen Abendgebet ein. Gemeinsam erinnern wir an die Frauen, die Opfer eines Femizids wurden. Wir bringen unsere Trauer, unsere Wut und unsere Fragen vor Gott und beten für eine Gesellschaft, in der Frauen und Mädchen frei von Gewalt leben können.

Das Abendgebet verbindet Gedenken und Hoffnung: Es schafft Raum für Erinnerung, für Klage und für die gemeinsame Sehnsucht nach einer Welt, in der die Würde jedes Menschen geachtet und geschützt wird.

Datum: Montag, 24. November 2026, 19:30 bis 20:15 Uhr
Ort: Krypta des Doms St. Jakob, Innsbruck
Kontakt: frauenreferat@dibk.at 

Politisches Abendgebet zum Gedenken an die Opfer von Femiziden