40 Jahre nach Assisi: Friedensgebet in Innsbruck

Am 27. Oktober Friedensbegegnung auf dem Domplatz in Innsbruck

Vierzig Jahre nach dem historischen Friedensgebet von Assisi kommen von 25. bis 27. Oktober auf Einladung der Gemeinschaft Sant’Egidio Menschen unterschiedlicher Religionen, Kulturen und gesellschaftlicher Bereiche in Assisi zusammen. Unter dem Leitgedanken „Unbewaffneter und entwaffnender Friede“ suchen sie gemeinsam nach Wegen zu Dialog, Versöhnung und Frieden.

 

Auch in Innsbruck wird dieses Jubiläum aufgegriffen: Die Diözese lädt am Dienstag, 27. Oktober 2026, von 12 bis 13 Uhr zu einer interreligiösen Friedensbegegnung auf den Domplatz ein. Damit folgt sie dem Aufruf von Papst Leo XIV., den Geist von Assisi durch Begegnungen vor Ort und konkrete Zeichen des Friedens lebendig zu halten.

 

„Vor 40 Jahren brachte Papst Johannes Paul II. Menschen unterschiedlicher religiöser Traditionen nicht zum theologischen Streit, sondern in der gemeinsamen Sorge um Frieden und die Zukunft unserer Welt zusammen“, sagt Bischof Hermann Glettler. Angesichts von Kriegen, gesellschaftlichen Spannungen und wachsender Unsicherheit sei diese Botschaft heute aktueller denn je.

 

Frieden beginnt im Miteinander 

„Frieden ist kein fertiges Produkt, das wir einfach bestellen können. Er ist eine tägliche Aufgabe, die dort beginnt, wo wir einander zuhören, Unterschiede respektieren und Verantwortung für unser Miteinander übernehmen“, betont Bischof Glettler.

 

Die Begegnung auf dem Domplatz soll Raum für Austausch, gegenseitiges Zuhören und gemeinsame Friedensimpulse schaffen. Eingeladen sind Menschen unterschiedlicher religiöser Traditionen, Vertreterinnen und Vertreter aus Gesellschaft und Politik sowie alle, die sich für Verständigung und ein friedliches Zusammenleben einsetzen möchten.

 

Tee, Brot, Gebete und Friedensimpulse 

Die Begegnung beginnt um 12 Uhr bei Tee und Brot. Um 12.15 Uhr folgen ein Glockenspiel und Grußworte. Ab 12.30 Uhr stehen Friedensimpulse und Gebete aus verschiedenen religiösen Traditionen im Mittelpunkt.

 

Internationales Friedenstreffen in Assisi 

Zum Abschluss des internationalen Friedenstreffens in Assisi am 27. Oktober werden Papst Leo XIV., der Ökumenische Patriarch Bartholomäus I. sowie Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Religionen und Kirchen erwartet. Rund 384 Persönlichkeiten aus 53 Ländern und etwa 5.000 weitere Teilnehmende sollen zu dem von der Gemeinschaft Sant’Egidio organisierten Treffen zusammenkommen.

 

Assisi-Wallfahrt mit Bischof Hermann Glettler 

Wer den Geist von Assisi vertiefen und sich selbst auf die Spuren des heiligen Franziskus begeben möchte, hat vom 17. bis 20. Mai 2027 Gelegenheit dazu: Bischof Hermann Glettler begleitet eine Wallfahrt nach Assisi. Informationen und Anmeldung: pilgerfahrten@dibk.at

40 Jahre nach Assisi: Friedensgebet in Innsbruck
Foto: Cincelli/dibk