COMMUNIO - seht, wie sie einander lieben

Wenn christliche Überzeugung gelebt und weiter getragen wird, das heißt, wo man versucht, Jesu Vorbild zu folgen, bilden sich Gemeinschaften - seien es zeitlich begrenzte oder langfristig bestehende. In Jesu Worten gesprochen: "... wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" (Mt 18,20).

Die christliche Botschaft wird in oder in Bezug auf Gemeinschaft wirksam und glaubwürdig. Theologisch gesprochen: Wir reden vom Gott der Liebe, der Leben schenkt und jedem Geschöpf Wert und Würde zuspricht. Zu lieben bedeutet, jemandem Aufmerksamkeit, Wertschätzung, Wohlwollen, Zuwendung, Vertrauen zu schenken und manchmal auch Grenzen zu setzen. In jedem Fall ist Liebe das Gegenteil von Gleichgültigkeit sich und dem/der anderen gegenüber. Und gerade wer sich selbst lieben kann, wird sich auch anderen liebend zuwenden. Wenn also christliche Überzeugung gelebt und weiter getragen wird, das heißt, wo man versucht, Jesu Vorbild zu folgen, bilden sich Gemeinschaften - seien es zeitlich begrenzte oder langfristig bestehende. In Jesu Worten gesprochen: "... wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" (Mt 18,20). 

Menschliches Miteinander ist immer auch von Unterschieden, gegensätzlichen Meinungen und manchmal unvereinbar erscheinenden Haltungen oder Wertvorstellungen geprägt. Die Frage nach der Wahrheit und das Ringen um gangbare Wege bringt zuweilen ernste Konflikte mit sich und die Versuchung, zu schnellen Lösungen zu greifen oder ein Problem durch eine Machtwort von oben zu lösen, ist manchmal größer als der gegenseitige Respekt und die angemessene Wertschätzung. Beginnend mit den ersten christlichen Gemeinden bis zu den heutigen Formen von Pfarren und Seelsorgeräumen, Ordensgemeinschaften und anderen Institutionen zieht sich eine wichtige Frage durch: Wie kann gemeinsames Glauben und Leben so gelingen, dass daran die befreiende christliche Botschaft ablesbar ist? In biblischer Sprache klingt das dann so: "Da trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal." (Mt 18,21f)

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Headerbild: Diözese Innsbruck/Strebitzer
Oben: Pixabay
Unten: versoehnung by ernenn on flickr (CC BY 2.0)