WASSER: Rohstoff und wichtigstes "LEBENSMITTEL" - Gedankensplitter von Josef Nussbaumer

Tirol ist mit sauberem Trinkwasser so gesegnet, dass wir selbst unsere Klospülungen damit bedienen und dies für völlig selbstverständlich halten. Global präsentiert sich die Lage dagegen unvergleichlich kritischer.

Rund 2,2 Mrd. Menschen haben laut einem UNO-Bericht vom Juni 2019 kein sicheres Trinkwasser zur Verfügung – das ist fast jeder dritte Mensch auf der Welt. Ca. jeder zehnte Weltbürger hat nicht einmal eine Basisversorgung.[1] Apropos Klospülung: Mehr als die Hälfte aller Menschen (4,2 Mrd.) hat immer noch keine sichere Sanitärversorgung mit hygienischen Toiletten. Drei Mrd. haben nicht einmal die Möglichkeit, sich zu Hause die Hände zu waschen. Was dies für die globale Gesundheit in den armen Ländern bedeutet, braucht nicht eigens betont zu werden. Man bedenke: Jedes vierte Krankenhaus weltweit hat immer noch keinen Wasseranschluss.[2] Ein unvorstellbarer Zustand.
Ist die globale Versorgung mit sauberem Trinkwasser somit völlig chancenlos? NEIN, keineswegs. Von technischer Seite gäbe es sehr viele Möglichkeiten, alle Menschen mit Wasser zu versorgen.[3] Und was die Kosten betrifft: Die WHO schätzte einmal, dass man mit den globalen Rüstungsausgaben EINES Tages, die Entwicklungsländer ein ganzes Jahr lang mit Trinkwasser versorgen könnte.[4] Es fehlt bislang am politischen Willen und der Gleichgültigkeit der Weltgemeinschaft dieses Problem zu lösen.  

1] Orf.at v. 18. Juni 19; https://orf.at/#/stories/3127173/[2] Die Zeit online v. 3. April 2019, 10:37 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, pfe 10 Kommentare;https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2019-04/vereinte-nationen-krankenhaeuser-wasserzugang-who-unicef
[3] Vgl. dazu etwa die Beispiele, die im Buch „Hoffnungstropfen“, Innsbruck 2017, 193 ff. angedeutet sind.[4] https://www.helvetas.ch/de/was_wir_tun/wasser/trinkwasser/                                             

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