Sr. Isabella geht heim in Gottes Freude

geb.am 11.11.1931 in Innsbruck
gest.am 09.11.2018 in Hall in Tirol

Maria wuchs mit ihren sieben Geschwistern in Pradl auf und wurde Volksschullehrerin. Sie unterrichtete in Tristach in Osttirol, in der Bubenburg in Fügen und in der Mädchenschule in Hall. 1960 trat sie bei den Tertiarschwestern in Hall ein und ging bereits 1964 in die Mission nach Bolivien, wo sie viele Jahre in San Miguel als Lehrerin und Schuldirektorin wirkte. Sie war eine sehr geduldige und gute Lehrerin,  aber sie forderte ihre SchülerInnen auch heraus. So verschaffte sie unzähligen Kindern eine gute Bildung und somit einen guten Start ins Leben. Musikalisch sehr begabt leitete sie lange Zeit den Schülerchor von San Miguel und begeisterte die Kinder für die Musik. 

Ende Juni 2009 kehrte sie krankheitsbedingt nach Hall, wo sie ihren Lebensabend verbrachte. Bis zum Ende ihres Lebens hatte sie eine vornehme, freundliche Art im Umgang mit den Menschen und ihre vielen humorvollen Bemerkungen werden noch lange in Erinnerung bleiben.

Das hat uns alle sehr berührt:  

Als wir vor dem Requiem von Sr. Isabella in die Kirche kamen, saß ein junger Mann in der Kirchenbank. Es war ein Chiquitano aus San Miguel und er erzählte uns, dass er bei Sr. Isabella in die Schule gegangen ist. Sie hatte sein musikalisches Talent entdeckt und ihm das Notenlesen, Flöte und Klavierspielen beigebracht.

Heute lebt er mit seiner österreichischen Frau und seinen vier Kindern in Kärnten. Victor bedankte sich bei seiner ehemaligen Lehrerin und spielte ein Lied ab, das er mit seinem Sohn für sie aufgenommen hat.