Lateinamerika: Kleinbauern sichern Ernährung in Krisenzeiten

Seit März herrscht aufgrund von Covid-19 auch in El Salvador und Bolivien, den lateinamerikanischen Projektländern von Bruder und Schwester in Not, eine Verkehrs- und Ausgangssperre. Das hat große Auswirkungen auf das alltägliche Leben in den Projektgemeinden.

In Bolivien wird eine Gemeinschaftsinitiative mit lokalen Produktions- und Verkaufsstätten, das Geschäft „Buen Vivir“ (Gutes Leben) unterstützt. Aufgrund der Ausgangssperre können reguläre Aktivitäten größtenteils nicht stattfinden. Zwei Aktivitäten werden aber weitergeführt: Zum einen erhielt das Geschäft, das von acht kleinbäuerlichen Gruppen mit Bio-Produkten beliefert wird, eine Sondererlaubnis zur weiteren Öffnung. Zum anderen lancierte unsere Partnerorganisation Yachay Chhalaku die Informationskampagne „Quarantäne ohne Gewalt“. Pro Gemeinde wurde eine Notrufnummer für Frauen eingerichtet.
Die Partnerorganisation Fundacion Segundo Montes in El Salvador hat bei der Regierung um Sondererlaubnis angesucht, damit sie kleinbäuerliche Familien in den Projektgemeinden weiterhin unterstützen kann. Auch wenn nicht alle Aktivitäten planmäßig durchgeführt werden können, ist durch die Subsistenzlandwirtschaft, die von Bruder und Schwester in Not gefördert wird, die Lebensmittelversorgung der Familien und kleinen Gemeinden gesichert. 

Foto: Geschäft Buen Vivir, BSIN