Die Fastensuppensaison der kfb ist nachhaltig eröffnet!

Mit dem Benefizsuppenessen am Stadtturm in Innsbruck eröffnete die Katholische Frauenbewegung gemeinsam mit Bischof Hermann Glettler die Fastensuppensaison.
Besonders nachhaltig und kostensparend sollte die Aktion heuer am Stadtturm sein. Daher sammelten kfb-Frauen landauf und landab Marmeladegläser für das Suppenessen am Stadtturm.

Und tatsächlich kamen mehr als 300 Marmeladegläser zusammen. Noch größer war die Herausforderung, die dazugehörigen Löffel kostengünstig zu organisieren. Zum Glück gab es hier starke Verbündete, wie Frau Rosi Nagele aus Aldrans, der es gelang, 100 Suppenlöffel bei ihren zahlreichen Flohmarktgängen zu sammeln. Die fehlenden 200 Löffel wurden vom WAMS bereitgestellt. Ihnen ist es zu verdanken, dass dieses große Suppenessen in Zukunft keine Wegwerfprodukte mehr verwenden muss.

Die Suppen von den Schüler*innen der HBLA Kematen schmeckten aus den Gläsern wunderbar, und so mancher nutzte sie, um sich ein warmes Süppchen mit nach Hause zu nehmen.

Zu Gast beim Suppenessen war die Leiterin der Organisation CASS im Nordosten Indiens, Sr. Bina Stanis von den Missionsärztlichen Schwestern. Sie schilderte in kurzen Worten die Problematik, mit der die indigenen Bevölkerung in dieser Region zu kämpfen hat. Durch das Vorkommen zahlreicher Bodenschätze sind sie dauernd in Gefahr, von ihrem eigenen Grund und Boden vertrieben zu werden. Denn alles, was unterhalb von 1,80m in der Erde vorkommt, gehört dem Staat, der Unmengen von Steinkohle, Bauxit und v.a. für den Ausbau seiner Industrie benötigt. Häuser, Schulen, Felder sind dabei nur ein lästiges Hindernis auf dem Weg zum Fortschritt. Die Menschen werden durch das Projekt CASS ermutigt, nicht einfach fortzuziehen. Nun stellen sich hin und fordern Schadenersatz von den Behörden und Bergwerksgesellschaften. „Es sind kleine Erfolge und sie können die Vertreibung und die Zerstörung der Wälder derzeit nur hinauszögern“, so Sr. Bina „ doch wir werden immer mehr und unsere Hoffnung liegt auf der jungen Generation, denn sie sind die erste Generation, die die Schule besucht.“ In dieser Situation wirkt das indische Lied, das von P. Anthony mit ruhiger, vertrauender Stimme vorgetragen wurde, und das in Tamil davon singt, dass Gott immer da ist und jeden noch so schweren Weg immer mit uns geht, wie ein hoffnungsvoller Zuspruch.

Gemeinsam für eine Zukunft in eigener Hand“ unter diesem Motto steht die heurige Aktionszeit der kfb. Dass dies nicht nur gut klingt, sondern auch gelebt wird, zeigen die Vielen, die zum Gelingen dieser Suppenaktion beigetragen haben bis hin zur Bäckerei Moschen, die wieder das köstliche Brot gestiftet hat. Aber auch die vielen Menschen, die in den Pfarren und Gemeinden zusammenhelfen, um in der Fastenzeit Geld für die Projekte der Aktion Familienfasttag zu sammeln. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön und „Johar“, ein Glück- und Segenswunsch der indigenen Stämme Indiens.                                                                                                                  Anita Löffler

Bild: kfb