Aktion Familienfasttag 2020 - „Gemeinsam für eine Zukunft in eigener Hand“

Armut durch Reichtum!?
Es klingt paradox, dennoch ist es ein Phänomen, das weltweit zu beobachten ist: In Gebieten, die reich an Bodenschätzen sind wächst die Armut für die ansässige Bevölkerung.

Jahrhundertelang lebten im Bundesstaat Jharkhand im Nordosten Indiens indigene Gemeinschaften von kleinbäuerlicher Landwirtschaft nach dem Rhythmus der Natur. Doch eines Tages kamen Bergbau-Gesellschaften in die Region Hazaribagh und machten aus dem einstigen „Garten der tausend Bäume“ eine Wüste der tausend Kohlenminen. Familien wurden rechtswidrig enteignet. Ohne eigenen Grund und Boden blieb als einzige Alternative, für einen Hungerlohn in den Minen zu arbeiten. Armut, Hunger, die Zunahme von Krankheiten und erhöhte Kindersterblichkeit zählten zu den traurigen Folgen.
 „Es war wie ein langsames Sterben. Zuerst kam die Kohle, dann kam das Elend.“ So der Befund von Sr. Bina Stanis, Leiterin von CASS. 

Die beiden kfb-Partnerinnenprojekte CASS (Solidargemeinschaft der Adivasi von Chotanagpur) und BIRSA (Bindrai-Institut für Forschung, Fortbildung und Aktion) entstanden aus dieser Notsituation.

Den Frauen und Männern von CASS und BIRSA geht es darum, Leben in die Dörfer zurückzubringen. Durch Rechtsberatung wird einerseits versucht, gestohlenes Land zurück zu gewinnen, aber auch zivilen Widerstand gegen neue unrechtmäßige Landnahmen zu stärken. Fortbildungen zu ökologischer Landwirtschaft sowie der Ausbau von Saatgutbanken, von lokalen medizinischen Zentren u.v.m. hilft den Menschen neues Selbstbewusstsein und eine bessere Lebensqualität zu erlangen. Frau Marium Soren, die auf dem Plakat der heurigen Aktion zu sehen ist, hält stolz einen Korb mit Gemüse aus dem eigenen Garten in ihren Händen. Dieser Erntekorb ist Symbol der Hoffnung und des Widerstandes ihres Volkes.

 

 

Bei den regional angebotenen Infoveranstaltungen erfahren sie mehr

- Wissenswertes über die Situation im Land und die Arbeit der Projekte

- über die Möglichkeit Gottesdienste zum Thema in der Fastenzeit zu gestalten

- über die Möglichkeiten auf einfache Weise eine Spendensammlung zu organisieren.

 

Materialien (Plakate, Flyer, Bildungsbehelf, Liturgiebehelf, Spendensäckchen ect.) können kostenlos bestellt werden:
Online:  www.teilen.at 

Dauer der Veranstaltungen: ca. 2 Stunden - Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich

 

TERMINE

Mo, 20. Jänner: 14.30 Uhr Pfarrsaal, Landeck/Bruggen 

Do, 23. Jänner: 14.00 Uhr Pfarrzentrum Huben

Fr, 24. Jänner: 14.00 Uhr Pfarrheim Sillian und 19.00 Uhr Widum St. Andrä, Lienz

Mo, 27. Jänner: 19.00 Uhr FAMBOZI, Zirl, Florianstraße 7

Fr, 7. Feber: 20.00 Uhr Pfarrsaal Mils/Hall

Mo, 10. Feber: 14.30 Uhr Widum Imst und 20.00 Uhr Gasthaus Handl, Schönberg

Di, 11. Feber: 18.00 Uhr Pfarrsaal Wilten-West, Innsbruck

Do, 13. Feber: 18.00 Uhr Pfarrsaal Ötztal-Bahnhof 

Fr, 14. Feber: 14.30 Uhr Pfarr-und Gemeinde Kindergarten Jenbach, 1.Stock und 19.00 Uhr Widum Vomp

Weltweit fördert die Aktion Familienfasttag 100 Projekte, die wie BIRSA und CASS aus Initiativen vor Ort entstanden sind. Die Betroffenen haben selbst die Lösung ihrer Probleme in die Hand genommen um ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern.

Foto: KFB