Ermutigung zum Engagement

Für die Leiterin des Schulamtes der Diözese Innsbruck, Mag. Maria Plankensteiner-Spiegel, MAS, ist die Entwicklung von Strategien für eine bessere Welt ein wichtiger Teil des Religionsunterrichtes.

                                                                                              

  • „Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung in der globalisierten Welt“
  • „Ehrfurcht vor dem Leben“
  • „Ermutigung zum Engagement in Kirche und Gesellschaft“ –

Solche Ziele sind in allen Lehrplänen für den katholischen Religionsunterricht enthalten, von der Volksschule bis hin zu den höheren Schulen.

Es ist also wichtiger Teil des Religionsunterrichtes, die gesamte Welt in ihren Zusammenhängen in den Blick zu nehmen und zu Übernahme persönlicher Verantwortung zu motivieren. Dass ein solches Engagement nicht nur vor der eigenen Haustüre stattfinden soll, das rückt die Amazoniensynode ganz deutlich ins Blickfeld.

Im kommenden Oktober in Rom richtet sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf weltkirchliche Themen. Ich sage bewusst: Weltkirchliche Themen mit Betonung auf „kirchlich", und meine damit Fragen der Ökologie, einer fairen und gerechten Wirtschaft oder des Schutzes indigener Völker und ihrer Lebensgrundlagen. Denn es ist ein existenzielles Anliegen für Amazonien und es ist zutiefst christlich, sich um konkrete Fragen unseres Zusammenlebens und einer Zukunft für alle Menschen zu kümmern. Es geht jede und jeden von uns etwas an, und wir alle sind füreinander verantwortlich. Wie sehr wir in Europa verflochten sind mit anderen Kontinenten und Ländern, in welchem Ausmaß unsere Lebensansprüche die Wirklichkeit sehr vieler Menschen anderer Kulturen gefährden, wird deutlich.

Aber die Synode ist keine Einbahnstraße von uns hin in den Süden, genausowenig wie die Menschen Amazoniens dafür zuständig sind, unsere wirtschaftlichen oder kirchenstrukturellen Probleme zu lösen. Ich wünsche uns allen, dass wir genau und aufmerksam hinhören und von den Menschen Amazoniens lernen. Was ihre Nöte sind, wie Engagement gehen kann, wie Menschen miteinander leben und wie sie ihren Glauben und wie sie Kirche gestalten, was eine junge Gesellschaft einer alten beibringen kann.

Schülerinnen und Schüler sind zugänglich für solche Anliegen. Mit ihnen gemeinsam Strategien für unser aller Leben zu entwickeln, ist Teil des Religionsunterrichtes und geschieht auch. Es geht um nichts weniger als um unsere gemeinsame Welt und um ihre Zukunft.

 

Mag. Maria Plankensteiner-Spiegel, MAS
Leiterin des Bischöflichen Schulamtes