Friedhofsareal, Hall in Tirol

Die Installation von Kris Martin mit den Umrissen des Genter Altars aus dem 15. Jahrhundert auf dem Friedhof in Hall ist ein emotionaler und religiöser Ruhepunkt.

Friedhofsareal, Hall in Tirol
Werk von Kris Martin (BEL) 

 

Ein emotionaler und religiös innehaltenden Ruhepunkt und erneuter Ausgangsort ist die Installation des Werkes Altar des Künstlers Kris Martin auf dem Friedhof in Hall. Die metallenen Außenlinien der leeren Altartafeln, durch die sich der erhabene Bettelwurf abzeichnet, verbinden sich zu den Umrissen des Genter Altars, ein Werk des Malers Jan van Eyck, das er im 15. Jahrhundert für die St. Bavo Kathedrale in Gent geschaffen hat. Das Meisterwerk nimmt Kris Martin auf und kann damit in den Tafeln des Flügelaltares die Heilsgeschichte erneut und zeitgenössisch aufschlagen. Am Ort des Friedhofs wird der Blick somit geweitet, um der Sehnsucht in den vielen menschlichen Fragen einen Raum zu geben. Dieses Kunstwerk, das schon mehrere Stationen in Europa hinter sich hat, ist eines von vielen in der Ausstellung zum 500. Geburtstag von Petrus Canisius. Der gesamte Ausstellungsweg präsentiert nicht nur faszinierende Bildwerke, sondern bringt uns in einen Dialog mit der jeweils eigenen Suche nach einem erfüllten geistlichen Leben.

 

Der Altar von Kris Martin weitet den Blick am Haller Friedhof, um der Sehnsucht neuen Raum zu geben. Foto: Diözese Innsbruck/Berger