Bischofshaus

Im Bischofshaus am Innsbrucker Domplatz werden drei großformatige Gemälde des Künstlers Guillaume Bruère gezeigt.

Bischofshaus – Alte Schule 

Werke von Guillaume Bruère (geb. F, lebt in Berlin) 

 

Das Bischofshaus stellt Petrus Canisius als Lehrer vor, da sich im Erdgeschoss auch die Schule der Stadt befand. Die Fundamente gehen auf das späte 15. Jahrhundert zurück. Ein Kellerraum wurde anlässlich des Jubiläumjahres restauriert, um zukünftig der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu sein. An diesem Ort begegnen wir drei großformatigen Gemälden auf Leinwand des Künstlers Guillaume Bruère.

 

International ausgestellt wurden seine Porträts von Flüchtlingen und Asylsuchenden, die er in den Parks von Berlin oder in Graz antraf und sie einlud, sich von ihm malen zu lassen, um ihnen Würde in dieser würdelosen Situation zu verschaffen. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Auseinandersetzung mit kunsthistorischen, darunter auch religiösen Bildmotiven, die er in einer leidenschaftlichen Direktheit und persönlichen Involvierung als Mensch und Künstler ins Heute überträgt.

 

Die zentrale Bildtafel zeigt das Kreuz, aus dem die verwundeten Hände und Füße herausragen. Sie vermitteln eine Lebendigkeit und Zuwendung, eine heilsame Alternative zum gierigen Raffen, Jagen und Rauben unserer Zeit. Christlicher Glaube ist die Gewissheit, dass der „verwundete Gott“ (Tomas Halik) uns zu neuem Leben ermächtigt. Daneben findet das Motiv des Mandelbaumes eine Übertragung in die Malerei, mit vier großen Früchten, die auch eine Mandorla darstellen könnten – eine Symbolzahl für die irdische Welt, die Windrose, die vier Evangelisten u.a. Das dritte Gemälde zeigt eine Sammlung menschlicher und tierischer Totenschädel. Seinen eigenen Schädel hat der Maler auf der Höhe seines eigenen Kopfes in das Bild eingefügt. 

Bischof Hermann Glettler mit Guillaume Bruère - Foto: Schallner