Jenbach - SR Jenbach-Wiesing-Münster

Nach der Not der Welt, die uns heute quält ...

So beginnt die 5. Strophe eines Kirchenliedes. 

Es war eine Nachricht, die mich vor wenigen Wochen sehr erschreckte. Im Propädeutikum, dem österreichweiten Vorbereitungsjahr für alle, die Priester werden wollen, sind heuer nur drei Kandidaten. Und das für 9 Diözesen. Darunter kein Tiroler. Für die Diözese Innsbruck studieren gerade zwei Seminaristen, einer aus dem Zillertal und ein gebürtiger Inder. Laut Prognosen wird es in 10 Jahren nur mehr die Hälfte der derzeit tätigen Priester geben. Auch wird heuer unsere Pastoralassistentin Roswitha in Pension gehen. Bis jetzt konnte die Nachfolge noch nicht geklärt werden, da auch hier Personalmangel herrscht. Wir erleben derzeit eine große Not an Menschen, die sich auf ein Leben als Seelsorgerinnen und Seelsorger, speziell in der pfarrlichen Pastoral, einlassen wollen und können. Genau in dieser Not feiern wir Ostern, Tod und Auferstehung Jesu. Wir feiern, dass Gott sich nicht scheut, in die eigene Not eines jeden einzelnen und die Not als Gemeinschaft, die an ihn glaubt, hineinzusteigen und diese mitzuleiden. Dabei aber nicht stehen zu bleiben.

Anselm Grün schreibt: "Es gibt kein Kreuz, dem nicht die Auferstehung folgt. Es gibt keine Dunkelheit, in der nicht schon das Licht von Ostern aufleuchtet, kein Leid, in dem wir allein gelassen sind."

Ostern feiern bedeutet für mich daher auch, nicht nur beim Erschrecken über den Mangel stehen zu bleiben, sondern vertrauen zu lernen, dass Kirche - bei allen Veränderungen, die notgedrungen auf uns zukommen werden - sich immer verlassen kann, dass ein Ostermorgen jedem Karfreitag folgt. Und den Blick zu weiten, mit österlichen Augen zu sehen, wie viele sich in unserem Seelsorgeraum ehrenamtlich engagieren und damit Zeugnis geben vom Auferstandenen, der mitten unter uns ist.

Das Lied mit der Strophe von der Not hat folgenden Refrain: "Herr, wir bitten komm und segne uns, lege auf uns deinen Frieden. Segnend halte Hände über uns. Rühr uns an mit deiner Kraft."

Um diesen Segen bitte ich für uns. Um die Kraft aus der österlichen Botschaft für alle, die mitbauen an seinem Reich in unserem Seelsorgeraum. Mit diesem Segen wünsche ich euch allen frohe und gesegnete Ostern!

Euer Pfarrer Wolfgang Meixner

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Lange Nacht der Kirchen - 24. Mai 2019

"Menschenbilder"   Bilder von Ursula Beiler, Texte von Angelika Polak-Pollhammer aus Imst, Musik vom "Kleinen Chor Jenbach" und aus Taìze begleiten uns diesmal durch die Lange Nacht der Kirchen. Parallel dazu besteht die Möglichkeit, sich im Widum über das Gesehene und Gehörte in gemütlichem...

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Gabriele Marzell Sekretärin pfarre.jenbach@dibk.at
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Franz Hofmann Std. Aushilfspriester hofmannf@gmx.at
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MMag. Wolfgang Meixner Pfarrprovisor wolfgang.meixner@dibk.at
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Dipl. PASS Mag. Roswitha Wimmer Pastoralassistentin roswitha.wimmer@dibk.at
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Katharina Kössl Pfarrhelferin pfarre.wiesing@dibk.at
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