Tiroler Bibelkurs 2018/19

Auch 2018/19 laden wir wieder herzlich zum Tiroler Bibelkurs ein. Er bietet die Gelegenheit zu spannenden Themen gute ReferentInnen zu hören und anhand der Bibel Antworten und auch neue Fragen zum Leben zu bekommen.

Kosten: 50 Euro für alle Abende; 10 Euro für Einzelabende
Wir bitten um Anmeldung im Pfarrbüro Allerheiligen (Tel. 28 17 24)  

 

Wie ist es mit den Brüdern und Schwestern? Die Rolle der Frau in den Texten des Neuen Testamentes mit besonderem Blick auf die neue Bibelübersetzung.

Besonders in den vergangenen Jahrzehnten seit dem 2. Vatikanischen Konzil hat die Frage nach dem Umgang der Geschlechter und deren Rollen auch und gerade in der katholischen Kirche an Bedeutung gewonnen. Hier lohnt ein Blick in das Neue Testament. Es kann festgestellt werden, dass viele neutestamentlichen Texte von einem ungewohnten und für damalige Verhältnisse neuen Miteinander von Frauen und Männern geprägt sind. Gleichzeitig fällt der Blick auf einige Perikopen, die so gar nicht mehr in das heutige westeuropäische Geschlechterverständnis passen wollen. Im Rahmen dieser Einheit des Tiroler Bibelkurses werden einige exemplarische Bibelstellen vorgestellt und erörtert. Dabei steht auch die Frage nach dem Umgang der neuen Bibelübersetzung mit
Geschlechterrollen und –bildern im Mittelpunkt des Interesses. 

Wann: Do 18.10.2018, 19-21 Uhr
Wo: Pfarrsaal Allerheiligen
Referent: Pfarrer Dr. Artur Schmitt, Lehrbeauftragter an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen 

 

Weltherrscher in Windeln. Kindheitsgeschichte Jesu (Lk 1-2)

Die sogenannte „Kindheitsgeschichte“ des Lukas hat die Funktion einer Ouvertüre im dritten Evangelium. Anhand der ersten beiden Kapitel buchstabiert der Evangelist die Bedeutung Jesus von Nazaret im Hinblick auf den Gottesglauben Israels bzw. der Jesusgemeinden programmatisch aus. Um diesen Jesus als den von Gott legitimierten Heilsbringer seiner Gemeinde möglichst wirkungsvoll zu präsentieren, lehnt sich der Evangelist sowohl an biblische, als auch an römisch-hellenistische Vorstellungen an. Der alttestamentlich-jüdische und der römisch-hellenistische
Kulturkreis prägen wesentlich die lukanische Jesusgeschichte. Sie sind daher unabdingbar
für das Verständnis des Lukasevangeliums, weshalb sich diese exemplarische Bibeleinheit
zu Lk 1-2 gleichzeitig als Einführung in das gesamte Evangelium versteht. 

Wann: Do 15.11.2018, 19-21 Uhr
Wo: Pfarrsaal Allerheiligen
Referentin: Dr. Maria Theresia Ploner, Prof.in an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen  

 

Thema und ReferentIn sind für Jänner noch offen

Wann: Do 24.1.2019, 19-21 Uhr
Wo: Pfarrsaal Allerheiligen 

 

Das Verborgene aufdecken. Die faszinierende Welt der apokryphen Evangelien.

Was unbekannt oder gar verboten ist, ist meistens interessanter als das, was man kennt. So kommt es auch, dass die sogenannten „apokryphen Schriften“ auf viele Menschen eine größere Faszination ausüben als die bekannten Texte aus der Bibel. Auch in Medien wird immer wieder auf sie Bezug genommen, meistens mit einem subtilen Unterton, dass dort Wahrheiten enthalten sind, die unsere Glaubenswelt in Frage, wenn nicht gar auf den Kopf stellen könnten. Einige Beispiele aus den apokryphen Petrus und Nikodemusevangelium über Jesu Tod und Auferstehung sollen die Geheimnisse dieser Schriften lüften.

Wann: Do 21.2.2019, 19-21 Uhr
Wo: Pfarrsaal Allerheiligen
Referent: Dr. Ulrich Fistill, Dekan der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen 

 

Judas und die Juden. Was wirklich in den Evangelien steht.

Judas und das jüdische Volk wurden im Laufe der Jahrhunderte zu Christusmördern und zum Sündenbock für alles möglich. Dabei wurde sogar vergessen, dass Jesus selbst zutiefst Jude ist und in der jüdischen Tradition lebt. Es ist wichtig, genau hinzuschauen, was wirklich in der Bibel steht: Hat Judas seinen Meister Jesus verraten oder übergeben? Was waren die Motive seiner Tat? Wer von den Juden war aktiv beteiligt am Tod Jesu? Welche Rolle spielt das Judentum für die Heilsgeschichte? Für Spannung ist gesorgt.

Wann: Do 28.3.2019, 19-21 Uhr
Wo: Pfarrsaal Allerheiligen
Referent: Pfarrer Dr. Franz Troyer, Leiter der Bibelpastoral der Diözese Innsbruck 

 

Ein Modell für Versöhnung - der ägyptische Josef und seine Brüder

„Denn wer von allen Patriarchen und Propheten stellt so klar und deutlich den Erlöser im Bild dar wie Josef? … dass er von den Seinen verkauft wurde und die Seinen vom Tod rettete; dass er bis zur Gefängnisstrafe gedemütigt und dadurch bis zum Thron erhöht wurde …“ – diese Zeilen des Zisterzienserabtes Werricho von Igny (gest. 1157) machen deutlich, wie die Erzählung von Josef
in Ägypten in Vielem dem Leben Jesu ähnelt. Es gibt in der ganzen Bibel keine schönere, tiefere und bereichernde Erzählung eines Weges der Versöhnung als das Schicksal und Handeln Josefs in Genesis 37–50. Seine Erfahrungen können auch für uns Hilfe, Anstoß und Trost sein. 

Wann: Do 9.5.2019, 19-21 Uhr
Wo: Pfarrsaal Allerheiligen
Referent: Univ.-Prof. Dr. Georg Fischer SJ, Theologische Fakultät Innsbruck