Würdigung einer Wagemütigen

Pauline Marie Jaricot, die Gründerin der Päpstlichen Missionswerke, wird am 22. Mai 2022 seliggesprochen. Die Geschichte einer starken Frau, die auch nach 200 Jahren noch zum Vorbild taugt.

Heute wäre Pauline Marie Jaricot wohl so etwas wie eine „Instagram-Influencerin“. Eine junge Frau, 17 Jahre alt, die in teuren Stoff gehüllt und mit viel Schmuck versehen, auf keinem der Bälle in ihrer Heimatstadt Lyon fehlen durfte. Die Tochter eines Seidenfabrikanten gefiel sich in ihrer Rolle als „It-Girl“. Bis sie begriff, dass ihr Leben eigentlich leer war. Ihrer Bekehrung folgte ein radikaler Wandel. Statt extravaganter Kleider trug sie fortan die Kluft der Arbeiterinnen. Statt rauschender Feste wie früher, gab sie all ihren Reichtum her, pflegte bald unheilbar Kranke und kämpfte für die Rechte von Frauen in den Fabriken. Von ihrem Bruder, einem Priesterseminaristen, erfuhr sie vom Wirken der Missionarinnen und Missionare in fernen Gebieten und war fasziniert. Hier lesen Sie weiter.