MIVA-ChristophorusAktion 2022

Die österreichische MIVA startet im Juli wieder ihre MIVA-ChristophorusAktion. Sie ist nach dem katholischen Verkehrsheiligen benannt und bittet vor allem Autofahrerinnen und Autofahrer um ihren Beitrag. Aus den Spendeneinnahmen werden Fahrzeuge für Missions- und Pastoralarbeit, für Sozialprojekte und medizinische Einrichtungen finanziert.

Mobilität für die Bildung 

In diesem Jahr stehen Schulprojekte im Fokus. Profunde Bildung und Ausbildung ist für junge Menschen oft der erste Schritt auf dem Weg aus der Armut. Die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine mit seinen unabsehbaren Folgen für die Ernährungssicherheit weiter Teile der Welt stellen Erreichtes in Frage und bedeuten neue Herausforderungen. Aber auch in diesen schwierigen Zeiten darf die Schulbildung nicht ins Hintertreffen geraten.

Fahrende Bibliothek in Sumba Barat Daya, Indonesien 

„Klik-Klik“ – nach dem Geräusch der Computermaus - lautet der Name eines umgebauten Suzuki-Pickups, der nach Pandemie und Regenzeit die Schule ins Dorf bringen soll. Damit reagieren die Schwestern der „Liebe vom Kostbaren Blut“ auf die Tatsache, dass es in den sechs Dorfschulen der Umgebung keinen Lesestoff gibt. Der „Klik-Klik“ bringt Bücher, Anschauungs-, Lern- und Übungsmaterial.

Uganda: eine Schule für Gehörlose braucht einen Geländewagen 

Nach 83 Wochen Corona-bedingter Pause konnte im Jänner die „Rwera Unit Primary School for the Deaf“ ihre Tore wieder öffnen. Die Schule wird als Internat betrieben und betreut 90 gehörlose Kinder, die vielfach auch unter zusätzlichen Behinderungen leiden. Nicht nur für die Bewältigung des Alltags ist Mobilität notwendig. Die Schülerinnen und Schüler werden auch zu Ferienbeginn nach Hause gebracht und nach den Ferien wieder abgeholt. Ein Toyota Hilux wird die Schule in Zukunft unterstützen und ein 20 Jahre altes Fahrzeug ersetzen.

Kenia: ein Toyota für Fachschule und Produktionsstätte 

In Elburgon/Nakuru County haben die Kleinen Schwestern des Franz von Assisi eine Produktionsstätte geschaffen, die eng mit ihrer Fachschule St. Clare zusammenarbeitet. Dort können junge, alleinerziehende Mütter und Mädchen eine Beschäftigung (vor allem als Schneiderinnen) finden. Frauen zu wirtschaftlicher Selbständigkeit zu ermächtigen ist auch ein Mittel gegen häusliche Gewalt. Die Schwestern haben um einen Toyota Hiace angesucht.

Mobilität ist teilbar 

Die MIVA unterstützt alljährlich Projekte in bis zu 60 Ländern der Welt – nicht nur im Bildungsbereich. „Pro unfallfreiem Kilometer einen ZehntelCent für MIVA-Auto“ lautet die Spendenbitte. Die ChristophorusAktion wird getragen von der Überzeugung, dass Mobilität ein Gut ist, das im reichen Norden im Überfluss vorhanden ist, während sie in vielen Teilen der Welt schmerzlich vermisst wird. Die Idee der MIVA lautet daher: „Mobilität ist teilbar.“

Der ChristophorusSonntag mit seinen traditionellen Fahrzeugsegnungen in vielen Pfarren wird diesmal am 24. Juli 2022 begangen.

Mehr Infos zur MIVA-ChristophorusAktion und den vielen Projekten auf www.miva.at

Bildnachweis: MIVA Austria