Land der Gegensätze - Meine erste Projektreise nach Armenien

Vieles hatte ich erwartet, nicht aber, dass mich dieses Land in seinem schönsten Blütenkleid willkommen heißt! Diese atemberaubend schöne Landschaft und der herzliche Empfang durch unsere armenischen Kolleginnen stand im krassen Gegensatz zur ausweglos scheinenden Situation vieler Menschen und der überall sichtbaren Armut in Armenien. 

Besonders berührt haben mich die Besuche bei den Begünstigten der Projekte "Warmer Winter für Kinder" und "Warmer Winter für alte Menschen". Viele leben seit 30 Jahren in sogenannten Domiks (domik = kleines Häuschen), welche den Menschen nach dem Erdbeben 1988 zur Verfügung gestellt wurden. Es sind kleine, nicht isolierte Container - im Sommer ist es heiß, im Winter bitterkalt. Ein alter Mann meinte zu uns: "Wir leben, wie wir leben. Aber wir beneiden jene, die gestorben sind".
Wie wichtig unsere Arbeit vor Ort in den betroffenen Ländern ist und wie sehr wir die Situation der Menschen verbessern können, zeigten uns die Projekte "Inklusive Schulbildung" und "Haus Sabine". In der Schule Nr. 15 bestaunten wir eine Vorstellung, bei der auch Kathrin, ein Kind mit Down-Syndrom, freudestrahlend mittanzte. Beim Haus Sabine handelt es sich um eine Kinder- und Jugend-WG. Zehn Kinder haben hier ein neues Zuhause gefunden und führten uns stolz und dankbar durch Haus und Garten. 
Es überwiegt das Gefühl der Dankbarkeit und Hoffnung, dass wir mit unserer Projektarbeit vieles verbessern. Mehr zu unseren Projekten in Armenien erfahren Sie hier: Armenien.                    Angelika Berktold