Lebensbilder

In Dialog mit einer unbekannten Welt treten...

...das ermöglicht die Lebensbilder-Reihe seit über 10 Jahren.

Einmal im Jahr kommen Gäste aus den Schwerpunktländern der Caritas Auslandshilfe oder von Bruder und Schwester in Not nach Tirol und besuchen während eines vierwöchigen Aufenthaltes Schulen, Pfarren und andere interessierte Gruppen.

Im Mittelpunkt der Begegnung steht der respektvolle und offene Austausch der Erfahrungen, um das Verständnis zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zu fördern.

Kontakt
Sibylle Auer, Heiliggeiststraße 16/I, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/7270-73  

Rückblick Lebensbilder 2018 - Tansania

Gendertrainings, Fortbildungen zum ökologischen Landbau und partizipative Gemeindeentwicklung greifen ineinander über und fördern so eine ganzheitliche Entwicklung.

Fast 1000 Menschen in ca. 40 Veranstaltungen erzählten Richard Libent und Gabriel Frederick, zwei Projektpartner von Bruder und Schwester in Not, von den Herausforderungen im Nordwesten von Tansania. 

Besonders die erzählten Geschichten der Experten beeindruckten die Menschen in Tirol. So schilderte Richard lebhaft, wie die Männer ihn bei seinem ersten Gendertraining in einem Dorf anschrien: „Wenn Du willst, dass unsere Frauen uns beherrschen, dann kannst Du sie gleich mitnehmen!“ Als er aus seiner persönlichen Erfahrung heraus deutlichen machen konnte, dass es nicht um das Herrschen übereinander, sondern um ein besseres Miteinander geht, hatte er die Männer gewonnen.

Gerechtere Aufteilung von Arbeiten, Pflichten und Rechten, damit mehr Gesundheit und das Gewinnen von Wissen und Energie für einkommensbeschaffende Tätigkeiten verbessern die Lebensumstände der gesamten Familie. Ein simples Beispiel ist der Energiesparofen. Durch diesen gewinnen Frauen und Mädchen Zeit und Gesundheit, Männer können sich durch diese Technologie leichter an den reproduktiven Aufgaben beteiligen. Durch den sinkenden Holzverbrauch, die Verbesserung der Luft beim Kochen und die einfachere Handhabung profitieren damit beide Geschlechter und die Natur. 

Gendertrainings, Fortbildungen zum ökologischen Landbau und partizipative Gemeindeentwicklung greifen ineinander über und fördern so eine ganzheitliche Entwicklung. Sehr anschaulich wurde das auch durch die Erzählungen von Gabriel Frederick. Die Entwicklung von Bienenjägern zu Bienenhaltern ermöglicht nicht nur den Verkauf des kostbaren Honigs, sondern schützt auch den Wald vor Bränden.

Er schloss seinen Erfahrungsbericht mit den Worten, mein Traum  - meine Vision -  wurde wahr, aber es gibt noch viele weitere Gemeinschaften, die auch diese Veränderung brauchen.

Rückblick Lebensbilder 2018 - Armenien

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“. Martin Buber

Armenien ist die Wiege des Christentums. Schon Noah strandete mit seiner Arche am Berg Ararat. Es ist ein Land mit einer großen Fülle an Traditionen, Familie hat für viele einen großen Stellenwert. Armenien ist aber auch ein Land, das mit den Auswirkungen der Globalisierung kämpft. Die Preise sind hoch, die Löhne niedrig. Viele Menschen verlassen ihre Heimat, um den Lebensunterhalt für sich und die Zuhausegebliebenen zu verdienen. Das stellt eine große Herausforderung dar.

Im Gespräch mit den beiden jungen Frauen aus Armenien lernen wir neue Sichtweisen, Verbindendes sowie Unterschiede zwischen dem Leben in Armenien und Österreich kennen. Die offene und respektvolle Begegnung von Menschen aus unterschiedlichen Ländern ermöglicht voneinander zu lernen und inspiriert uns den eigenen Handlungsspielraum zu erweitern.

Rückblick Lebensbilder 2016 - Bolivien

„Gutes Leben“ (Buen Vivir) ist eine Kultur des Lebens, die ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur anstrebt.

Nicht Fortschritt und Wachstum sind die Lebensziele der Menschen, sondern die Produktion und Aufrechterhaltung eines Gleichgewichtszustandes. Seit 2009 ist das Konzept des Buen Vivir, das der indigenen Kultur entstammt, in der bolivianischen Verfassung verankert. Was bedeutet das Buen Vivir für die Menschen in Bolivien? Unserer bolivianischen ReferentInnen geben im Rahmen der „Lebensbilder“ Einblicke in ihre Lebenswelten und laden ein, neue Perspektiven einzunehmen. Die respektvolle und offene Begegnung von Menschen aus unterschiedlichen Ländern steht im Mittelpunkt. 

Rückblick Lebensbilder 2015 - Mali

Mali ist ein vielseitiges Land.

Reich an Kultur. Reich an Bodenschätzen. Doch das Leben der Menschen in Mali ist geprägt durch viele Krisen und Herausforderungen: Zu wenig Wasser. Zu wenige Anbaumöglichkeiten für Lebensmittel. Zu Wenig Bildung. Ungerechte Wirtschaftsstrukturen. Hasimiyou Niang und Bintou Dao setzen sich als Wasserspezialist und Betreuerin von Straßenkinder für die Entwicklung ihres Landes ein. Das Motto ihres Einsatzes für eine längerfristige Verbesserung: "Alles im Blick haben".