"Back home" - Die Geschichte einer Rückkehrfamilie

Wenn die Menschen zurück in den Kosovo gehen (müssen), dann sind sie meist in einer noch schlechteren Lage als vorher.

So wie Familie N. aus Mitrovica, der geteilten Stadt im Norden des Landes. Sie sind nach einem 9-monatigen Aufenthalt in Österreich und einem abgelehnten Asylantrag wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Die finanzielle Situation der Familie im Kosovo war äußerst schwierig, da ihre einzige Einkommensquelle eine Invalidenrente von 75 Euro im Monat war. Nach ihrer Rückkehr musste die Familie ihr zu Hause mit entfernten Verwandten teilen, da sie sich eine eigene Wohnung nicht leisten konnten. Gemeinsam mit einem Sozialarbeiter von MTS entwickelte die Familie einen Zukunftsplan: der Vater wurde im Rahmen des Projektes unterstützt, um sich als Schneider selbstständig zu machen. Schritt für Schritt gab er das Wissen an seine Frau und an seine Tochter weiter und konnte sogar etwas Geld sparen und somit eine Schneider-Ausbildung für beide finanzieren. Vor ein paar Monaten schlossen Mutter und Tochter die Ausbildung erfolgreich ab und die Familie eröffnete schließlich gemeinsam eine Schneiderei. Die MTS Sozialarbeiter blieben während der gesamten Zeit in engem Kontakt mit der Familie. Nun freut sich Familie N. bereits auf die kommende Frühlings- und Sommersaison, da sie zu dieser Zeit mit einer zusätzlich gesteigerten Nachfrage rechnen kann.