Am Anfang steht ein Geschenk – Sonntag der Weltmission

Am 21. Oktober feiert Kirche den „Sonntag der Weltmission“. Dieser Tag lädt uns dazu ein uns auch die Frage zu stellen: Was ist meine Mission?

Am Anfang steht ein Geschenk, das weitergegeben werden will. Wir dürfen uns daran erinnern, dass „am Anfang des Christseins die Begegnung … mit einer Person [steht], die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung gibt.“ (Benedikt XVI.) Am Anfang steht das Evangelium Jesu Christi.

Schwerpunktland: Äthiopien 

 

Äthiopien ist das Schwerpunktland der diesjährigen missio-Aktion zum Monat der Weltmission. Äthiopien ist ein Land mit einer 1.600 Jahre alten christlichen Tradition von der wir uns inspirieren lassen dürfen. Zugleich ist es eines der ärmsten Länder der Welt und lebt mit der besonderen Herausforderung von rund 900.000 Flüchtlingen, größtenteils aus dem Südsudan, Eritrea und Somalia. Angesichts der Herausforderungen durch die Migration heute besteht die einzige vernünftige Antwort in der Solidarität.

Gerade durch die Migrationsströme erleben wir hier in Europa, dass Probleme anderswo uns am Ende unmittelbar und selbst betreffen. Die Kirche in Äthiopien zeigt beispielhaft, wie Christen durch Bildungsarbeit, Einsatz für Flüchtlinge und soziales Engagement an der Seite der Armen und Benachteiligten steht. Die unbedingte Achtung der Würde eines Menschen, gründet für uns Christen auf der Einzigartigkeit vor Gott. Demgegenüber steht die Aberkennung der Würde, Dehumanisierungstendenzen, in denen der Nächste zur Nummer wird, zum abstrakten Element. – Aber der Himmel ist eine soziale Größe!

Der Leitgedanke des heurigen Weltmissionssonntags 2018 ist „Gott ist uns Zuflucht und Stärke” (Ps 46). Menschen brauchen Liebe und Geborgenheit. Der christliche Glaube, der in Äthiopien eine sehr alte Tradition hat, gibt den Menschen Halt und Hoffnung. Auch wenn die katholische Kirche Äthiopiens, die nur ca. 0,7 Prozent beträgt, engagiert sie sich unermüdlich für Menschen und schenkt ihnen neue Lebensperspektiven. Sie gibt den Menschen Zuflucht und Heimat.

Papst Franziskus ermutigte die Jugendlichen- das gilt natürlich auch allen Menschen- „Denke nie, du hättest nichts zu bieten oder du bräuchtest niemand. Viele Menschen brauchen dich, denk daran. Jeder von euch denke in seinem Herzen darüber nach: Viele Menschen brauchen mich“ (Begegnung mit den Jugendlichen, Nationalheiligtum Maipú, 17. Januar 2018)

Viele Menschen brauchen uns. Sie brauchen unsere Solidarität, unsere Menschlichkeit, unsere Hilfe und unser Gebet. Dadurch können wir den Menschen ein stück Heimat ermöglichen.

Festgottesdienst und „Coffee to stay" 

Den Weltmissions-Sonntag feiern wir mit einem Festgottesdienst im Dom zu St. Jakob um 10.00 Uhr. Eine bunte Gruppe wird diesen Gottesdienst musikalisch gestalten. Im Anschluss wird die äthiopische Gemeinde eine Kaffeezeremonie machen. Äthiopien als Ursprungsland für Kaffee ist die Kaffeezeremonie Bestandteil der äthiopischen Kultur.

Die Gastfreundschaft gehört zur afrikanischen Kultur. In Äthiopien ist die Kaffeezeremonie nicht wegzudenken, wenn Besuch kommt. Dabei wird Kaffee für den Gast vor dessen Augen frisch zubereitet: Die Bohnen werden geröstet, gemahlen und dann in einer speziellen Kanne gekocht. Anschließend wird dieser in einer feierlichen Zeremonie in die Tassen gefüllt und weiter gereicht. Mit der Kaffeezeremonie werden Fremde und Freunde begrüßt. Sie stiftet Gemeinschaft.

Wir laden sie herzlich ein, mit uns zu feiern und ihre weltweite Gemeinschaft zu stärken!