Aktion Familienfasttag

Gemeinsam für eine Zukunft ohne Gewalt

 60 Jahre teilen spendet zukunft

Seit 1958 widmet sich die Aktion Familienfasttag  ( alle Informationen zum aktuellen Familienfasttag)

als erste entwicklungspolitische Aktion Österreichs der Stärkung von Frauen. Die Projektpartnerinnen setzen sich für mehr Gerechtigkeit, Bildung, Gesundheit, Frieden, Nahrungsmittelsicherheit dort ein, wo die Lebensumstände besonders schwierig sind.

Mit der Aktion Familienfasttag fördert die kfb Frauen-Projekte in Asien, Lateinamerika und Afrika. Frauen erfahren in Selbsthilfegruppen, dass auch sie Rechte haben: auf Bildung, auf Gesundheit, auf ein Leben ohne Gewalt, auf faire Arbeitsbedingungen. Sie lernen Lesen und Schreiben. Erhalten Wissen zu Körper und Hygiene. Erlangen Unabhängigkeit aus eigenem Einkommen. Gemeinsam setzen sie sich für ihre Rechte ein.

  Gemeinsam für eine Zukunft ohne Ausbeutung 

   Weltweit gibt es mehr bewaffnete Konflikte und Kriege als je zuvor. Mehr als eine Milliarde Menschen leben in betroffenen Regionen, fast nur in armen Ländern! Warum gibt es auf dieser Welt keinen Frieden, obwohl sich Menschen schon immer danach gesehnt haben?

                Worum geht es praktisch immer? Es geht um Verteilung: um Ressourcen, also Wasser, Bodenschätze, Öl und Gas, um geopolitische Interessen, um Macht und Einfluss. Für Machtinteressen, für Eigeninteressen wird keine noch so absurde und grausame Methode gescheut, um Gesellschaften zu destabilisieren, Konflikte zu schüren und um letztlich militärisches Eingreifen zu rechtfertigen.
Kriege und bewaffnete Konflikte gehören zu den abscheulichsten Auswirkungen weltweiter Entwicklungen: die Massen von Armen werden immer größer, gleichzeitig werden die wenigen Reichen immer reicher, und wollen ihren Reichtum vermehren.                                                                                                                                                        

Dort wo Konflikte ausgetragen werden müssen die BewohnerInnen auch die Auswirkungen ertragen. Und derer gibt es viele - Tote und Verletzte, Zerstörung, Verminung und Verseuchung des Landes, Hunger, Obdachlosigkeit, Vertreibung, Flucht und nicht zuletzt Traumatisierung, Hass, Trauer, Ängste, Rachelust, Misstrauen, Depressionen.
All das entzieht Betroffenen  ihre Lebensgrundlagen und Lebensperspektiven. Es verändert Menschen dauerhaft und führt nachhaltig zum Verlust von gesellschaftlichem Zusammenhalt.                                                                                                                                                        

                Weltweit sind rund 65 Millionen Menschen auf der Flucht auf Grund von Verfolgung, Gewalt, Konflikten, Vertreibung .. und es werden täglich mehr. Zwei Drittel davon flüchten innerhalb des eigenen Landes, vom dritten Drittel bleiben 86% in der Region, in den Nachbarländern – was diese, auch arme Länder überfordert, destabilisiert und zu Konflikte ebendort führt.

                Frauen sind von Kriegen und gewaffneten Auseinandersetzungen im speziellem betroffen. (Sexuelle) Gewalt gegen Mädchen und Frauen gehören zu systematisch angewandten Kriegsmethoden. Die Hälfte der Flüchtenden sind Frauen und Mädchen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen allerdings vor allem männliche Flüchtlinge, Frauen werden oft nur als Mitbetroffene wahrgenommen. Z.B. geben Flüchtlingslager durch ihre Bauart Frauen keinen Schutz vor Gewalt. Auch sind  Mädchen und Frauen, wenn von der Familie getrennt, vermehrt Gewalt und der Gefahr von Frauenhandel ausgesetzt.

 

„Der Friede ist zu wichtig, um ihn den Männern allein zu überlassen.“ 

(Johanna Dohnal, 1939 – 2010, österr. Politikerin) 

 

                Frieden ist kein gegebener Zustand, sondern vielmehr das Ergebnis von konfliktverhindernden oder konfliktlösenden Handlungsstrategien. Wenn die Waffen ruhen bedeutet dies noch lange nicht, dass Frieden herrscht. Frieden, verstanden in der Verwirklichung von sozialer Gerechtigkeit, muss also erarbeitet werden, auch wenn der Krieg formal beendet wurde. Frieden ist die Beseitigung der Ursachen für Unfrieden.
Frauen mit ihren aktiven friedensfördernden Handlungen und Strategien leisten auf zivilgesellschaftlicher, politischer und persönlicher Ebene einen wichtigen Beitrag dazu.                                                                                                                                                        

 

Der Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit von uns kfb-Frauen ist gefragt:
+ für ein gutes gesellschaftliches Klima, für ein Miteinander und den  Aufbau von Vertrauen
+ für Solidarität mit Benachteiligten
+ für die Einübung und Umsetzung von gewaltfreien Konfliktlösungsmodellen
+ für gerechte Machtverhältnisse und Beteiligung an politischen Entscheidungen
+ für die Beseitigung der Ursachen von Armut und Reichtum                                                                                                                                                        

 

Setzen wir uns hier in Österreich dafür ein und unterstützen wir unsere friedensaktiven Projektpartnerinnen der Aktion Familienfasttag in ihren Aktivitäten! 

Anni Van den Nest (gekürzt)
(unter teilweise Verwendung von Textausschnitten aus dem Bildungsbehelf zur Aktion Familienfasttag 2017)                                                                                                                                                        

    

Familienfasttagsteam: 

Anita Löffler 

Referentin Familienfasttag

Kontakt: Tel.: 0676/87304901

e-mail: familienfasttag@dibk.at

Karoline Neuner 

Bernadette Embach 

 

Barbara Pichler 

Familienfasttag Osttirol

Kontakt: Tel: 0676/87306200

e-mail: b.pichler.caritas@dibk.at 

 

Agata Zamojska, Ostirol