Canisius Award

Kirchengeschichte - jung, kritisch, spannend

Seit 2018 verleit die Diözese den Canisius Award für vorwissenschaftliche Arbeiten bzw. Diplomarbeiten an allgemein- und berufsbildenden höheren Schulen in der Diözese Innsbruck.
Die Preisverleihung erfolgt alle zwei Jahre, wobei jeweils zwei Maturajahrgänge zusammengefasst werden. 

 

DIE PREISTRÄGER 2018 waren 

1. Preis: 

Theresa Klotz, Homosexualität und christliche Kirchen in Tirol - unvereinbar? 

WRG Ursulinen Innsbruck

2. Preis: 

Markus Steinlechner, Die 10 Gebote der Bibel und das österreichische Strafrecht - Gibt es Parallelen? 

Gymnasium der Franziskaner Hall

3. Preis: 

Rebekka Lackner, Die drei Erzengel Gabriel, Michael und Raphale. Ihr Verehrung in der Diözese Innsbruck 

WRG Ursulinen Innsbruck

Sonderpreis: 

Iris Günen, Atatürk versus Erdogan. Die Türkei zwischen Laizismus und Islam 

KORG Kettenbrücke Innsbruck

 

Ziele 

  • Interesse für kirchengeschichtliche Themenstellungen wecken
  • Förderung und Unterstützung durch Kooperationspartner
  • Kontakt zur Universität und zu Forschungseinrichtungen
  • Vermittlung von ersten Einblicken in die historische Forschungsarbeit
  • Austausch zwischen Schule, Universität und Archivwesen

Themenbereiche 

  • Lokale oder überregionale Persönlichkeiten/Biographien
  • Regionale und überregionale Frömmigkeitsformen (Prozessionen, Wallfahrten bzw. Herz-Jesu-, Marienverehrung, …)
  • Themen aus der Ordens- oder Pfarrgeschichte
  • Heiligenverehrung (lokale Besonderheiten, Heiligenverehrung im Wandel der Zeit)
  • Kirche und Politik (Gegenreformation, Aufklärung, Krieg, NS-Zeit, Nachkriegsgeschichte)
  • Kirche und Gesellschaft
  • Bild bzw. Darstellung anderer Religionsgemeinschaften
  • Soziale Einrichtungen
  • Jugendorganisationen (Jungschar, Mädchen- bzw. Burschenkongregationen, …)

Kriterien 

  • Originelle Themenstellung bzw. reflektierte Forschungsfrage
  • Darstellung des Wissensstandes (über Wikipedia hinaus)
  • Gliederung – nachvollziehbarer Erkenntnisweg
  • klar erkennbarer Eigenanteil (Recherche, Bildmaterial, …)
  • Orientierung an einer sachlichen Sprache
  • Nachvollziehbare und einheitliche Zitierweise
  • Kritische Einordnung eigener Erkenntnisse, kreative Bearbeitung, aktueller Bezug

Teilnahme
SchülerInnen allgemein- und berufsbildender höherer Schulen im Gebiet der Diözese Innsbruck 

 

Einreichformular:  

 

Preis
Die drei besten Arbeiten werden prämiert. Die bestbewertete Arbeit wird zudem in der Schriftenreihen notae veröffentlicht. 

Unterstützung & Angebote 

  • Archiv- und Bibliotheksrecherchen sollen keine abschreckende Hürde, sondern eine zusätzliche Motivation sein. Daher wird angeregt, mit Einzelquellen oder gedruckten Quellen (Chronik, Predigtsammlungen, Bildmaterial, …) zu arbeiten. Es geht nicht darum, große unerschlossene Quellenbestände zu bearbeiten. Die SchülerInnen sollen die Ergebnisse aus der Sekundärliteratur anhand von exemplarischen Archivquellen kritisch betrachten.
  • Unterstützung bei der Abklärung des Quellenbestandes (Ist geeignetes Material vorhanden, um die Arbeit zu schreiben?)
  • Hinweise auf mögliche Quellenbestände und das Herstellen von Kontakten (Wo finde ich Material für meine Arbeit? Wie komme ich in das Pfarrarchiv?)
  • Unterstützung bei Archiv- und Bibliotheksrecherchen (Wie arbeite ich in einem Archiv? Was muss ich beachten?)
  • Kontakt zu ExpertInnen (Wer hat schon auf diesem Gebiet geforscht? Wer kann mir Tipps und Hinweise geben?)

Kooperationspartner 

  • Diözesanarchiv Innsbruck (Pfarrarchive)
  • Tiroler Landesarchiv
  • Universität Innsbruck (Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie)
  • Chronikwesen des Landes Tirol
  • Provinzarchiv der Kapuziner
  • Stadtarchiv Innsbruck
  • Tiroler Sonntag

Jury
Sie setzt sich aus VertreterInnen der Kooperationspartner zusammen.  

 

Kontakt
Diözese Innsbruck – Archivkommission
Diözesanarchivar Martin Kapferer
0512 2230 2311, martin.kapferer@dibk.at
Riedgasse 9, 6020 Innsbruck