Advent – eine Zeit der Erwartung

In der ursprünglichen Tradition soll die Adventzeit auf das Weihnachtsfest vorbereiten.

Der erste Adventsonntag fällt heuer auf den 29. November. Mit ihm beginnt nicht nur die vorweihnachtliche Adventzeit, sondern auch das neue Kirchenjahr. Der Advent gilt als Zeit der Stille und Besinnung. Für Christen ist er die Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Das Wort kommt vom lateinischen "adventus" und bedeutet "Ankunft". Christen verbinden damit die Erinnerung an die Geburt Jesu in Bethlehem.

Die Erwartung der Rückkehr Jesu als Weltenrichter am Ende der Zeiten verbindet die Adventzeit gleichzeitig mit einem Bußcharakter. Äußere Zeichen hierfür sind die violetten Messgewänder und die violetten Bänder, die sich oft an Adventkränzen finden. Ursprünglich dauerte der Advent 40 Tage, wie auch die Fastenzeit vor Ostern. Der Advent begann also um den 11. November, dem Martinstag. Papst Gregor der Große (590-604) beschränkte den Advent dann auf die vier Sonntage vor Weihnachten. Die Tradition des Fastens im Advent ist heute nur noch wenig verbreitet.

 

Die Adventsonntage
Häufig werden an den vier Adventsonntagen Texte aus dem Alten Testament verwendet, die die Ankunft des Erlösers prophezeien. Die gleiche Symbolik hat auch der Adventkranz. Die vier Kerzen symbolisieren das Kommen des "Lichts der Welt". Die Zweige immergrüner Tannen - respektive der Weihnachtsbaum - stehen für das ewige Leben. 

Die Sonntage im Advent haben eine je eigene Bedeutung. Am 1. Advent wird die Wiederkunft Christi am Jüngsten Tag bedacht. Der zweite Adventsonntag dient der Vorbereitung auf den kommenden Erlöser. Die Gestalt Johannes des Täufers steht am dritten Adventsonntag im Mittelpunkt, während der letzte Sonntag vor Weihnachten Maria gewidmet ist.