Weihnachtsaktion für die Gefangenen der Justizanstalt

Gemeinsam mit den Beamten der Justizanstalt und dem Sozialen Dienst organisiert das ökumenische Seelsorgeteam jährlich eine Weihnachtspaktlaktion. Sie möchten auch dieses Jahr wieder allen ca. 500 Gefangenen, soweit möglich, ein Paktl zu Weihnachten schenken.

Vor einiger Zeit haben von der Gefängnis-Insel Gorgona die etwa neunzig Häftlinge, welche von 25 Justizbeamten bewacht werden, Papst Franziskus einen Brief geschrieben. Dafür bedankte sich der Papst mit einer schriftlichen Antwort. „Ich kenne die Lage in den Gefängnissen, die nicht immer einfach ist“, so der Papst, der bei Reisen in Italien in der Regel auch Haftanstalten besucht. „Die Kirche ist diesen Orten des Schmerzes und der Sühne immer nahe." Alle machen „Fehler im Leben": „Wir sind alle Sünder. Und wir alle müssen deshalb um Vergebung bitten und uns auf einen Weg der Wiedereingliederung in die Gemeinschaft machen. Der Herr verzeiht uns immer, er wird des Verzeihens nie müde.“ Franziskus ermuntert die Häftlinge außerdem, „immer vertrauensvoll in die Zukunft zu sehen".

Gemeinsam mit den Beamten der Justizanstalt und dem Sozialen Dienst organisieren wir ein Hoffnungszeichen mit der Weihnachtspaktlaktion. Wir möchten auch dieses Jahr wieder allen ca. 500 Gefangenen, soweit möglich, ein Paktl zu Weihnachten schenken. Wir besuchen die Gefangenen in den Hafträumen, wünschen ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und möchten ihnen dann ein Paket überreichen als Zeichen für das Weihnachtsfest.

Ungefähr 25% der Inhaftierten sind Untersuchungshäftlinge. In Innsbruck kann eine Strafhaft bis zu 5 Jahren verbüßt werden. Die Verurteilten haben zum Teil schwere Straftaten begangen, einige wirklich schwerste Delikte. In den zahlreichen Kontakten der Seelsorger geht es um Probleme und Freuden, oft um Vereinsamung; sehr hilfsbedürftig sind wohl die Untersuchungshäftlinge und Insassen mit langen Strafzeiten; einige haben überhaupt keine verwandtschaftlichen oder freundschaftlichen Kontakte mehr zur Außenwelt. Die Themen in den Gesprächen: Gott, Erlösung, Verbrechen, Sünde, Schuld, Vergebung, Versöhnung, Beichte u.a.m. Jeden Montag gibt es einen Gottesdienst  um 13.30 Uhr.

 

Die Gefängnisseelsorger sind: 

P. Christian Marte SJ –  römisch-katholisch
Pfarrer Klaus Niederwimmer – evangelisch
Pfarrer Aleksandar Stolic – serbisch-orthodox
Pfarrer Mircea Ioan Oniga – rumänisch-orthodox
Brigitte Raffeiner - freikirchlich
Andreas Liebl  Koordinator - römisch-katholisch  

Die Pakete müssen offen (!) verpackt werden (am besten in Schuhschachteln). Die Produkte bitte im Original verschlossen lassen.

Inhalt:

  • Löskaffee, Rauchwaren, Toilettenartikel, Süßigkeiten
  • Bitte keine Geschenke, die Alkohol enthalten, keine verderblichen Waren, keine entflammbaren Spraydosen, keine Bücher, keine Briefe, keine Kaugummis.

Kurz: keine anderen Sachen als hier erwähnt!

 

Da heuer Weihnachten auf einen Dienstag fällt, müssen wir schon früher tätig werden. Das Zusammenstellen der Pakete und die Sicherheitsüberprüfung brauchen ihre Zeit. Deshalb sollten die Weihnachtspaktln bis spätestens 14. Dezember an der Pforte des Stiftes Wilten oder im Jesuitenkolleg abgegeben werden, wenn möglich früher.

Wir sind auch sehr froh, wenn Geld auf unser Konto überwiesen wird, dann können wir Fehlendes zukaufen und wenn etwas überbleibt, könnten wir auch unterm Jahr mittellosen Häftlingen ein bisschen Taschengeld zukommen lassen.

 

Die Bankverbindung der Gefängnisseelsorge lautet: 

BIC: RZTIAT22
IBAN: AT84 3600 0000 0070 5392
Bitte unbedingt Verwendungszweck angeben:  Diözese Innsbruck – Gefängnisseelsorge  

 

Öffnungszeiten Pforte Stift Wilten
Montag - Freitag: 8:00 -12:00 und 14:00 -18:00 Uhr
Samstag: 8:00 -12:00 Uhr (Sonn- und Feiertag geschlossen)  

Öffnungszeiten Pforte Jesuitenkolleg
Montag bis Freitag, jeweils von 8.00 bis 12.00 Uhr  

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