Die hl. Barbara und die "Barbarazweige"

Der Dezember ist die Zeit des Advent und der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Ganz zu Beginn wird auch einer bekannten Heiligen gedacht: Am 4. Dezember ist das Fest der hl. Barbara.

Der Monat Dezember ist nicht nur von der vorweihnachtlichen Adventzeit geprägt, die Kirche begeht da auch Festtage beliebter Vorbilder im Glauben: Am 4. Dezember steht die heilige Barbara.
Das erste Fest, nachdem die erste Kerze auf dem Adventkranz entzündet wird, ist am 4. Dezember der Tag der heiligen Barbara. Die Heilige gilt als die Patronin der Bergleute und Architekten und wird als eine der vierzehn Nothelfer angerufen. 

Die Heilige Barbara hat aber auch einen Bezug zu Weihnachten. An ihrem Festtag werden heute vielerorts Zweige von Kirsch- oder Apfelbäumen abgeschnitten und in eine Vase gestellt. Wenn die Wohnraumemperatur nicht zu niedrig ist, beginnen die Zweige rund um das Weihnachtsfest zu blühen. Die Blüten dieser "Barbarazweige" symbolisieren die Geburt Jesu und der Beginn eines neuen Lebens. Das Blühen der Zweige wird von vielen Menschen aber auch als gutes Vorzeichen für das kommende Jahr gedeutet.
Im Hintergrund der Tradition steht folgende Legende: Barbara stammte aus Kleinasien. Im Jahr 306 starb sie den Märtyrertod, weil sie Christin war. Am Tag ihres Todes soll ein Kirschzweig, den sie zuvor ins Wasser gestellt hatte, zu blühen begonnen haben. Als Heilige der Bergleute und Architekten stehen Statuen von ihr heute in vielen Tunneln zum Dank und als Ausdruck der Bitte um Schutz. 

Die hl. Barbara ist Schutzpatronin der Bergleute und Tunnelbauer.