Allgemeine Fragen (Stand: 20.06.2020)

Wie wird das weitere Vorgehen zum Thema Firmung geplant?
„Alle Firmungen in der Diözese Innsbruck werden auf das Jahr 2021 verschoben. Termine dafür sollen im Herbst 2020 vereinbart werden. Es wird voraussichtlich eine Ausweitung des Kreises der Firmspender erfolgen. In Ausnahmefällen ist nach guter Absprache mit allen Beteiligten (Firmlinge, Eltern, Pat*innen, Frimspender) ein früherer Firmtermin (ab 30.05.20) zu den jeweils geltenden Bedingungen für Gottesdienste möglich.“ (Auszug aus den Regelungen der Diözese Innsbruck vom 01.05.2020)
Durch die Firmung werden Jugendliche durch den Geist Gottes in besonderer Weise bestärkt, sich Meinungen zu bilden und zu ihren Entscheidungen zu stehen. Darum sind die Firmbewerber*innen bei Ausnahmeregelungen für 2020 als erstes zu fragen. Die Verantwortlichen der Firmpastoral sind aufgerufen den Prozess der Entscheidungsfindung pastoral klug zu begleiten und u.a. die gruppendynamischen Vorgänge innerhalb der Firmgruppe(n) im Blick zu behalten. 

Wer steht im Mittelpunkt der Firmvorbereitung und der Firmfeier?
Bei der Firmung stärkt die Gabe des Heiligen Geistes die Gefirmten in noch vollkommener Weise, in Wort und Tat die christliche Hoffnung und den christlichen Glauben zu verkünden. (vgl. CIC can. 879). Darum stehen die zur Firmung angemeldeten Jugendlichen im Mittelpunkt der Firmpastoral. Auf ihre Bedürfnisse, Talente und Fragen gilt es besonders einzugehen. Aufgabe der pfarrlichen Verantwortlichen ist es „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ (GS 1) der Jugendlichen wahrzunehmen und mit pastoralem Feingefühl zu reagieren. 

Wo wird Begegnung mit Gott möglich?
Gottesbegegnung geschieht nicht ausschließlich durch die Sakramente. Im konkreten Leben, mitten im Alltag, können wir Gott begegnen: Die Heilige Schrift offenbart sein heilbringendes Wirken, die Schöpfung zeugt von seiner Gegenwart und zwischenmenschliche Zuwendung kann zu heilsamer, gottvoller Begegnung werden. 

Wie können die Eltern die Firmvorbereitung unterstützen?
Eltern können ein Vorbild sein. Sie setzen sich für die christlichen Grundüberzeugungen von Frieden, Gerechtigkeit, Liebe und von Gottes Gegenwart in dieser Welt ein und bestärken ihre Jugendlichen diesen Weg zu wählen. Sie können z. B. zusammen als Familie an einem Spendenprojekt für Notleidende teilnehmen, gemeinsam in der Heiligen Schrift lesen oder über aktuelle gesellschaftspolitische Fragen diskutieren. Dies alles stärkt die Jugendlichen auf ihrem Weg, selbständig Meinungen zu bilden und zu entscheiden. 

Aus der Sicht der Jugendlichen

In meiner Pfarre wird 2020 ein Firmtermin angeboten. Ich möchte heuer dieses Fest nicht feiern. Kann ich auch später gefirmt werden?
Ja! Wenn du aus persönlichen Gründen in diesem Jahr das Sakrament nicht empfangen möchtest, musst du es auch nicht. Sakramente sollen ein Fest sein. Wenn du heuer nicht feiern willst, dann musst du es auch nicht. Kontaktiere die Zuständigen in deiner Pfarre und bitte sie um ein Gespräch. Sucht zusammen nach Lösungen, wie du nächstes Jahr das Sakrament empfangen kannst.
Hinweis: Nicht in jeder Pfarre wird jährlich ein Firmtermin angeboten. 

In meiner Pfarre ist die Firmung auf 2021 verschoben worden. Mir ist es aber wichtig heuer noch dieses Fest zu feiern. Ist das möglich?
Wenn es dir ein Bedürfnis ist, noch in diesem Jahr gefirmt zu werden, dann kontaktiere die Zuständigen deiner Pfarre. Erkläre ihnen deine Beweggründe und sucht zusammen nach einer Lösung, wie du das Sakrament empfangen kannst. 

Können meine Verwandten mit einem Livestream bei meiner Firmung dabei sein?
Bringe die Idee eines Livestreams in deine Firmgruppe ein. Vielleicht hast du auch schon konkrete Vorschläge, wie dies geschehen kann und wer das machen könnte? 

Für Firmverantwortliche, Eltern und Pat*innen

Firmvorbereitung

Was ist die aktuelle Höchstzahl für Firmvorbereitungstreffen?
Ab 29. Mai dürfen sich maximal 100 Personen inkl. Fimbegleiter*innen treffen. Der Abstand zu Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben, muss mindestens einen Meter betragen. Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Bereichen und Aktivitäten der außerschulischen Jugendarbeit findest du hier

Müssen die Firmlinge bei Gruppenstunden eine Mund-Nasen-Schutz (= MNS) tragen?
Grundsätzlich gilt, dass immer dann, wenn der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann, ein MNS zu tragen ist. Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Bereichen und Aktivitäten der außerschulischen Jugendarbeit findest du hier

Kann ich mit meiner Firmgruppe eine Übernachtung planen?
Nein! Pfarren der Diözese Innsbruck dürfen bis zum Beginn des Schuljahres 2020/21 keine Übernachtungen veranstalten. 

Ist die bereits angefangene Firmvorbereitung für die Firmung 2021 gültig?
Ja! Die bereits durchgeführte Vorbereitungszeit ist eine gewonnene Zeit. Bereits begonnene Vorbereitungszeiten bleiben für die Firmung 2021 „gültig“. Die Verschiebung kann der spirituellen Vertiefung gewidmet werden. Nach Abschluss der Firmvorbereitung erhält der*die Firmbewerber*in die Firmkarte. Mit dieser kann er*sie auch in einer anderen Pfarre oder später gefirmt werden. 

Wie kann die Firmvorbereitung im Schuljahr 2020/21 fortgesetzt werden?
Hier findest du Tipps und Ideen für die Firmvorbereitung. 

Feier der Firmung 2021

Gibt es 2021 weitere beauftragte Firmspender oder bleibt es bei der bisherigen Zahl?
Es wird voraussichtlich eine Erweiterung des Firmspenderkreises erfolgen. Nähere Informationen dazu erfolgen im Herbst 2020. 

Wie kann die Osternachtsfeier in die Firmvorbereitung einbezogen werden?
Die Feier der Osternacht war der eigentliche Tauftermin in der Urkirche. Um den Bezug zwischen Taufe und Firmung besonders hervorzuheben, können die Firmbewerber*innen das Taufbekenntnis, das die Firmlinge vor der Spendung des Sakramentes ablegen, vor dem Pfarrer bzw. Pfarrkurator*in bezeugen. Die Feier der Firmung erfolgt in den Wochen darauf ohne Taufbekenntnis der Firmbewerber*innen. 

Ist eine Firmung in der Feier der Osternacht möglich?
In der Urkirche wurden Erwachsene durch Taufe und Firmung in dieser Nacht in die Mahlgemeinschaft der Kirche aufgenommen. Durch historische Entwicklung haben sich diese zwei Feiern voneinander losgelöst. Die Spendung des Firmsakramentes in der Osternacht knüpft an die Praxis der frühchristlichen Gemeinde an und verdeutlicht den Zusammenhang von Taufe, Firmung und Eucharistie. 

Welcher Tag eignet sich theologisch – neben dem Pfingstfest und der Osternacht – besonders für die Firmung?
Die Erfahrung der Emmausjünger am Ostermontag ist u. a. passend für die Theologie der Firmung: Sie erkannten den Herrn beim Brechen des Brotes. Danach kehrten sie zurück und verkündigten den Auferstandenen. (vgl. Lk 24,13-35). Aus dieser Bibelstelle wird deutlich, dass das Brotbrechen (= Eucharistiefeier) die Grundlage für die Verkündigung ist. Gefirmt zu sein bedeutet, zu seinen eigenen Entscheidungen zu stehen und die christliche Botschaft weiterzutragen.
Nach der Firmung am Ostermontag bietet sich ein Emmausgang in Form einer kleinen Prozession durch das Dorf und anschließend eine Agape an. 

Nächstes Jahr kommt ein neuer Jahrgang von Firmlingen dazu. Welche Möglichkeiten für die Firmung 2021 gibt es?
Hier haben wir ein paar Optionen gesammelt. 

Unsere Pfarre hat die Firmlinge eines Jahrganges bzw. von zwei Jahrgängen auf verschiedene Feste aufgeteilt. Wie kann es dennoch ein gemeinschaftliches Fest nach den Firmungen geben?
Das Sakrament der Firmung ist neben der sakramentalen Stärkung durch den Heiligen Geist auch ein Familienfest. Durch die Corona-Krise konnten die Firmungen nicht in der gewohnten Weise gespendet werden (die Musikkapellen fehlen, die Agape wurde abgesagt, usw.). Pfarren, die die Firmung im kleinen Kreis gefeiert haben, können zu einem späteren Zeitpunkt einen Festgottesdienst mit besonderem Blick auf diese Firmlinge planen. Die Firmlinge erinnern sich im Rahmen eines Firmgedächtnisses an ihre eigentliche Firmung. 

Feier der Firmung 2020

Unter welchen Voraussetzungen ist eine Firmung 2020 denkbar?
Im Schreiben des Generalvikariats vom 01.05.20 heißt es, dass Ausnahmefälle möglich sind. Grundsätzlich sind mit diesen Ausnahmefällen einzelne Firmbewerber*innen gemeint, die sich aktiv bei den Verantwortlichen melden und um den Empfang des Sakramentes bitten (vgl. CIC can. 843 §1). Dann soll zwischen Firmbewerber*in und der zuständigen pfarrlichen Person ein Gespräch über die Firmung 2020 geführt werden. 

Entscheidungshilfen in diesem Gespräch sind z. B.

  • Jugendliche, die durch diese Krise verängstigt sind und durch die Verschiebung der Firmung auf 2021 werden weitere Ängste ausgelöst.
  • Jugendliche, die sich an einem besonderen Übergang bzw. an einer Lebenswende befinden (z. B. Schul- oder Berufswechsel).
  • Jugendliche, deren Lebensmittelpunkt in absehbarer Zeit nicht mehr in der ursprünglich geplanten Firmpfarre sein wird.
  • Jugendliche, die durch einen Wohnortswechsel keinen Kontakt zur Vorbereitungspfarre halten können.

Welches Vorgehen ist bei einer Firmung im Kalenderjahr 2020 zu beachten?
Ausnahmeregelungen für einzelne Firmbewerber*innen müssen mit allen Beteiligten (Firmbewerber*innen, Pat*innen, Eltern, Firmteam, Pfarrer) gut abgesprochen werden. Einen besonderen Stellenwert bei der Entscheidungsfindung hat der*die Firmbewerber*in. Durch die Firmung wird sichtbar, dass Jugendliche geistvolle Entscheidungen fällen. Darum ist bei der Suche nach einem neuen Firmtermin und auch bei der Art und Weise dieser Feier die Meinung der Firmbewerber*innen besonders zu berücksichtigen. 

Welche Form für die Feier der Firmung ist 2020 passend?
Die Firmung steht in enger Verbindung zur Eucharistie. Aus vernünftigen Gründen darf die Firmung innerhalb eines Wortgottesdienstes gespendet werden (vgl. CIC can. 881). Dies kann aus gesundheitlicher Sicht sinnvoll sein, wenn z.B. Ängste und Sorgen einer COVID-19 Infektion innerhalb der Familien der Firmbewerber*innen verbreitet sind oder wenn die Zahl der Infizierten in der konkreten Gemeinde wieder steigt. Für diese Art zu feiern spricht: 

  • Die Feier der Firmung ohne Eucharistiefeier reduziert die Nähe zwischen Firmspender und Firmling ausschließlich auf die Spendung des Firmsakramentes. Sobald es die behördlichen Vorgaben zulassen, kann ein Jugendgottesdienst in Form einer Eucharistiefeier und mit einem Firmgedächtnis gefeiert werden.
  • Die Feier der Firmung als Wortgottesdienst verkürzt die Feier. Das verringert das Ansteckungsrisiko in geschlossenen Räumen.

Für Fragen rund um den Ablauf eines Wortgottesdienstes mit Feier der Firmung steht euch das Team der Katholischen Jugend der Diözese Innsbruck gerne zur Verfügung.

Wie kann die Dimension der Sendung in der Feier der Firmung deutlicher werden?
Gefirmt zu sein bedeutet, dass die Firmlinge nun gesalbt und gesendet sind, um die Frohe Botschaft in ihrem Leben zu verkündigen und um Zeugnis für ein Leben aus dem christlichen Glauben abzulegen.
Dies kann am Ende der Firmfeier, nach der Segensbitte, in besonderer Weise geschehen: 

  • Die Firmlinge werden einzeln beim Namen gerufen. Sie treten aus der Bank heraus in den Mittelgang.
  • Der Firmspender spricht: N., der Geist Gottes sendet dich zu den Menschen. Geh‘ und verkünde die Botschaft des Friedens und der Versöhnung.
  • Anschließend verlässt der Firmling die Kirche.