Fastenzeit: Das Leben neu an Jesus Christus ausrichten

Mit dem Aschermittwoch beginnt die vorösterliche Bußzeit, landläufig auch Fastenzeit genannt. Sie dauert 40 Tage und endet mit dem Osterfest. Die Zahl 40 kommt in der Bibel in mehreren Zusammenhängen vor. So wird unter anderem berichtet, dass Jesus selbst 40 Tage lang in der Wüste gefastet hat. Die Wanderung des Volkes Israel beim Auszug aus Ägypten soll ebenfalls 40 Tage gedauert haben.

 

Der Beginn der Fastenzeit fällt immer auf einen Mittwoch, die Länge der Fastenzeit wird vom Ostersonntag her berechnet. Ostern wird seit dem Jahr 325 jeweils an jenem Sonntag gefeiert, der auf den ersten Frühlingsvollmond folgt. Von Aschermittwoch bis Ostersonntag sind es jedoch mehr als 40 Tage, da die Sonntage nicht zur Fastenzeit gerechnet werden. 

Die Fastenzeit ist auch im kirchlichen Leben in der Diözese Innsbruck geprägt von Fastenaktionen wie zum Beispiel der Aktion plusminus, dem Autofasten, dem Familienfasttag oder den Exerzitien im Alltag. Diese Aktionen verstehen sich als Einladung, im bewussten Verzicht das Leben neu auszurichten und das eigene Glaubensleben zu vertiefen.

Zur Fastenzeit

Alle Meldungen

Aktion Autofasten

Heilsam in Bewegung kommen - so lautet das Motto der Aktion Autofasten 2019. Sie ermuntert dazu, den privaten PKW stehen zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad umzusteigen oder kürzere Wege bewusst zu Fuß zurückzulegen.

Aktion Familienfasttag

Im Rahmen der Aktion Familienfasttag werden in vielen Pfarrgemeinden Fastensuppen angeboten. Der Spendenerlös fließt in Hilfsprojekte für Frauen in Asien, Lateinamerika und Afrika.

Kirche ist Weggemeinschaft

Hirtenbrief zur Fastenzeit von Bischof Hermann Glettler

"Jesus war unterwegs. Eine Kirche, die vom Pulsschlag des gegenwärtigen Herrn lebt, muss sich immer neu auf den Weg machen. Mit ihm und mit den Menschen." Mit diesen Worten beginnt der Fastenhirtenbrief von Bischof Hermann Glettler, in dem er über den Weg Gottes zu den Menschen ebenso schreibt wie über den Weg der Menschen in der Nachfolge Jesu. Wichtig vor allem auch das solidarische Unterwegssein mit Menschen, die es schwer haben im Leben und der Blick auf die Sorgen und Nöte der Menschen im nachbarlichen Umfeld, in dem jede und jeder lebt.

Nachzulesen im Wortlaut im aktuellen

Exerzitien im Alltag

Exerzitien-im-Alltag sind eine besondere Form von religiösen Übungen, die dabei helfen wollen, das Alltagsleben bewusst aus dem Glauben heraus zu gestalten. In vielen Pfarren der Diözese Innsbruck gehören sie bereits zur Grundausstattung des pfarrlichen Lebens und werden während der österlichen Fastenzeit in Gruppen angeboten.

Für einen Zeitraum von 4 bis 5 Wochen treffen sich die TeilnehmerInnen an diesen Exerzitien einmal pro Woche in einer Gruppe. Eine eigene Mappe hält Anregungen und Impulse für jeden Tag bereit, die zu Hause oder während der Arbeit beachtet werden können.  Jeden Tag nehmen die Exerzitien etwa 30 Minuten in Anspruch. Wesentliche Elemente sind unter anderem auch ein bewusster Tagesbeginn und ein Tagesrückblick. 

www.dibk.at/exerzitien