Advent - Ankunft

Der erste Adventsonntag ist auf dem Kalender ein Sonntag wie jeder andere. Anders ist es im Kalender der kirchlichen Feste: Dort markiert der 1. Adventsonntag den Beginn eines neuen Kirchenjahres. Mit diesem Tag beginnt die Zeit der Vorbereitung und der Vorfreude auf das Fest der Geburt Jesu Christi am Heiligen Abend (24. Dezember) und am Weihnachtstag (25. Dezember).

Die Ankunft Jesu
Das lateinische Wort für "Advent" bedeutet "Ankunft". Die Kirche denkt in dieser Zeit an die Ankunft Jesu als kleines Kind im Stall von Betlehem. Eine eigene Adventzeit als besinnliche Vorbereitung auf das Weihnachtsfest (in Anlehnung an die vorösterlich Fastenzeit) wurde seit dem vierten Jahrhundert zuerst in Spanien und Gallien, später im ganzen Abendland begangen. Die Ostkirchen kennen keine Adventzeit. Im Westen war ihre Dauer zuerst regional verschieden (zwischen vier und sechs Wochen), bis Papst Gregor der Große (540-604) die noch heute gültige Regelung festlegte. Der erste der vier Adventsonntage fällt auf den Sonntag zwischen 27. November und 3. Dezember. Der vierte Adventsonntag kann daher spätestens auf den 24. Dezember fallen. 

Eine Zeit voller Symbole und Feste
Die Adventzeit steckt voller Symbole, die in kirchlichen Festen und Brauchtum ihren Ausdruck finden. So erinnert die Kirche am 6. Dezember an den hl. Nikolaus, der sich als Bischof in besonderer Weise um arme Menschen gekümmert hat. In vielen Häusern steht ein Adventkranz, und einige Pfarrgemeinden oder Gruppen pflegen den Brauch der Herbergssuche, wo eine Marienstatue von Haus zu Haus weitergegeben wird. Während der gesamten Adventzeit lädt die "Rorate" in der Früh zu einem Besuch der Kirche und zu Gebet ein. Kurz vor Weihnachten werden in vielen Familien die Krippen aufgestellt, in denen die Geburt Jesu und die Verkündigung dieser Geburt durch die Engel bei den Hirten dargestellt ist. Diese Tradition der Krippe geht zurück auf den hl. Franziskus, der die Krippen dazu verwendete, um den Menschen das Geschehen der Weihnacht sinnlich vor Augen zu stellen. In Tirol sind die vielen Krippenverbände dieser Tradition verpflichtet und pflegen weiterhin dieses wertvolle Erbe durch das Aufstellen von Krippen und durch Krippenbaukurse. 

Der Adventskranz ist zum zentralen Symbol der Adventszeit geworden.

Advent

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200 Jahre "Stille Nacht"

Das bekannteste Weihnachtslied feiert heuer seinen 200. Geburtstag: Der Text zu "Stille Nacht" wurde von Pfarrer Joseph Mohr aus Salzburg geschrieben, die Musik stammt von Franz Xaver Gruber aus Oberösterreich. In die Welt getragen wurde das Lied von Sängergruppen aus dem Zillertal.

Der hl. Nikolaus - ein herzensguter Bischof

Der hl. NIkolaus zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Heiligenfiguren. Wohl nicht zuletzt deshalb, weil am Fest des hl. Nikolaus viele Männer und Frauen in die Rolle des Bischofs aus dem vierten Jahrhundert schlüpfen und den Kindern in den Familien kleine Geschenke bringen.

Tägliches Advent-Mail

Das Bibelwerk Linz bietet gemeinsam mit der Bibelpastoral Innsbruck und weiteren PartnerInnen in der Advent- und Weihnachtszeit Impulse zum Innehalten an. Bis zum 26. Dezember wird täglich ein biblischer Gedanke (aus einem der liturgischen Texte des Tages) aufgegriffen und jeweils mit einem meditativen Bild und einem aktualisierenden Text ins Hier und Heute geholt. Bis zum 8. Jänner erscheinen die Impulse dann noch zu den Sonn- und Feiertagen.
Die Mail-Aktion ist kostenlos, beginnt mit dem 1. Adventsonntag und endet automatisch am 8. Jänner mit dem Weihnachtsfestkreis.
Anmeldung unter:  https://www.dioezese-linz.at/site/bibelwerk/aufatmen 

Evangelium vom 1. Adventsonntag

Aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 21, 25-28.34-36)

Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen. Wenn (all) das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe. Nehmt euch in acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht, (so) wie (man in) eine Falle (gerät); denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.

 

Evangelium vom 2. Adventsonntag

Aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 3, 1-6)

Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa, Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und Trachonitis, Lysanias Tetrarch von Abilene; Hohepriester waren Hannas und Kajaphas. Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias. Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündigte dort überall Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. So erfüllte sich, was im Buch der Reden des Propheten Jesaja steht: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.

Evangelium vom 3. Adventsonntag

Aus dem Evangelium nach Lukas (3,10-18)

In jener Zeit fragten die Leute den Johannes den Täufer: Was sollen wir also tun? Er antwortete ihnen: Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso. Es kamen auch Zöllner zu ihm, um sich taufen zu lassen, und fragten: Meister, was sollen wir tun? Er sagte zu ihnen: Verlangt nicht mehr, als festgesetzt ist. Auch Soldaten fragten ihn: Was sollen denn wir tun? Und er sagte zu ihnen: Misshandelt niemand, erpresst niemand, begnügt euch mit eurem Sold! Das Volk war voll Erwartung, und alle überlegten im Stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen und den Weizen in seine Scheune zu bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen. Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk in seiner Predigt.

Evangelium vom 4. Adventsonntag

Aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 1, 39-45)

Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.