Nadel, Faden und ein Flecken bunter Stoff

Helena Gogl aus Steinach näht Schutzmasken für obdachlose Menschen. Sie unterstütz damit die Arbeit der Caritas, die sich auch in der Coronakrise um Menschen kümmert, die es besonders nötig haben.

Obdachlose trifft die derzeitige Krise besonders hart. Die Menschen werden aufgerufen, zu Hause zu bleiben, obwohl es eben auch Menschen gibt, die kein Zuhause haben. In den Wärmestuben der Caritas bleibt die Essensausgabe unter Schutzbestimmungen aufrecht. Zusätzlich werden Masken für Obdachlose ausgegeben, die von fleißigen NäherInnen im ganzen Land produziert werden.

Eine von ihnen ist die Helena Gogl. Vom Christkind hat sie eine Nähmaschine bekommen und für ihre Familie und sich selbst Masken genäht: „Und weil an die Obdachlosen, die ja nicht einfach daheim bleiben können, oft niemand denkt, habe ich mich dazu entschlossen, auch für sie ein paar Masken zu nähen und diese an die Caritas zu schicken“, so die Neunjährige. Sie habe ein schönes Zuhause mit großem Garten, was Obdachlose eben nicht haben: „Sie können sich auch nicht ordentlich die Hände waschen, wie wir das in der Schule gelernt haben. Darum glaube ich, dass die derzeitige Situation für diese Menschen besonders gefährlich ist und es freut mich, wenn ich ein bisschen helfen kann", so die Steinacherin.

Helena Gogl beweist, dass Solidarität und Mitmenschlichkeit keine Altersgrenzen kennen – vielleicht auch ein Vorbild für viele Erstkommunion-Kinder, die heuer am Weißen Sonntag zuhause bleiben müssen.

Helena Gogl aus Steinach mit ihrer Nähmaschine. Foto: Caritas Tirol