„Frag den LH“ im April

SchülerInnen des Bischöflichen Gymnasiums Paulinum in Schwaz im Gespräch mit LH Günther Platter
Landeshauptmann Günther Platter sitzt im Großen Saal im Landhaus, die SchülerInnen der 7a und 7b des Paulinum Schwaz an den Bildschirmen zu Hause – per Videokonferenz sind sie miteinander verbunden. „Frag den LH“ wurde im April coronabedingt einmal mehr digital abgehalten. Dabei haben SchülerInnen die Chance, dem Landeshauptmann persönlich ihre Fragen zu stellen. Von der Frage nach Erinnerungen an die eigene Schulzeit über die Meinung des Landeshauptmannes zur Digitalisierung bis hin zu tagespolitischen Themen wie der Coronakrise wollten die Jugendlichen einiges vom Landeshauptmann wissen. „Mit großer Freude beantworte ich die Fragen der jungen Leute. Denn im direkten Austausch merkt man, was sie im Moment besonders beschäftigt und bewegt. Von der Neugier und dem Interesse der Schülerinnen und Schüler zu aktuellen politischen Themen bin ich immer wieder aufs Neue begeistert und stehe gerne Rede und Antwort“, freut sich LH Platter über das Gespräch.
"Von der Neugier und dem Interesse der Schülerinnen und Schüler bin ich immer wieder aufs Neue begeistert", so der Landeshauptmann. © Land Tirol/Oss

Bildung: Internationalität spielt größere Rolle

Mit einer sehr persönlichen Frage startete Schülerin Liv die Fragerunde: „Welche Emotionen haben Sie, wenn Sie sich an Ihre Schulzeit zurückerinnern? Und glauben Sie, dass unser Bildungssystem die Schülerinnen und Schüler ausreichend auf die Zukunft und das richtige Leben vorbereitet?“ Der Landeshauptmann erinnerte sich an eine sorglose Schulzeit zurück und betonte: „Je größer die zeitliche Distanz zu meiner eigenen Schulzeit wird, desto positiver sind die Erinnerungen. Die Schulzeit ist die wichtigste Zeit im Leben eines Menschen – nicht nur was berufliche Wünsche angeht, sondern auch in Sachen Persönlichkeitsentwicklung.“ Im Schulsystem erkennt der Landeshauptmann einen deutlichen Wandel: Neben den Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen würde die Internationalität eine immer größere Rolle in der Ausbildung junger Menschen spielen.

 

Tirol als Vorreiter beim BreitbandausbauSchüler Noah griff mit seiner Frage ein aktuelles Thema auf und fragte den Landeshauptmann nach seiner Einstellung zu den zahlreichen Online-Videokonferenzen und seiner Meinung zur Digitalisierung. „Mir gehen die Leute wirklich ab: Ich treffe mich gerne mit Menschen zum persönlichen Austausch und zur Diskussion. Trotzdem sind die Online-Meetings ein guter Ersatz. Tagtäglich bin ich via Videokonferenz im Kontakt mit Wien. Entscheidend dabei ist, dass die nötige Infrastruktur gegeben ist. Wir sind in Tirol mit der Breitbandoffensive, dem Glasfaserausbau und einem zusätzlichen Budget bis zum Jahr 2023 von 100 Millionen Euro für die moderne Infrastruktur ein Vorreiter in Sachen Digitalisierung.“

 

Tiroler Modell im Kampf gegen VirusmutationAbschließend thematisierten die SchülerInnen noch die Situation rund um die südafrikanische Coronavirus-Mutation. Der Landeshauptmann versicherte: „Was die südafrikanische Mutation betrifft, hatten wir sicherlich die größte Herausforderung im Bezirk Schwaz. Wir wurden europaweit als ‚Hotspot‘ bezeichnet. Mittlerweile haben wir den ersten Teil der Impfaktion im Bezirk Schwaz schon abgeschlossen, der zweite steht unmittelbar bevor. Ich bin der Überzeugung, dass dieses Modell im Kampf gegen die Mutation sehr erfolgreich sein wird.“