Musikalische Weihestunde

Der Sonntag ist für uns Christ*innen ein besonderer und heiliger Tag. Er ist u.a. der Tag „der Ruhe und der Muße“ (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2184) und der Sendung in die neue Woche. Das menschliche Leben bekommt so, durch Arbeit und Ruhe, seinen Rhythmus.

In der musikalischen Weihestunde wird eine Liturgie des Hörens, die Ruhe und Besinnung ausstrahlt, gefeiert. Dazu finden sich hier zwei Möglichkeiten:

  • Die musikalische Atempause (Variante 1) ist eine offene Form, d.h. die Menschen verweilen im Kirchenraum unterschiedlich lang und können im vorgegebenen Zeitintervall jederzeit kommen und auch gehen.
  • Das Abendgebet der Klänge (Variante 2) ist eine geschlossene Form, sprich ein Abendgebet mit musikalischem Schwerpunkt und einer gemeinsamen Beginnzeit.

 

Kontakt und Information
Dominik Schafferer │ 0512/2230/4604  dominik.schafferer@dibk.at  

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Musikalische Atempause

Die musikalische Atempause wird am Samstag- oder Sonntagnachmittag angeboten. Der gesamte Kirchenraum ist eine Stunde geöffnet, es erklingt durchgehend Musik und ein Impuls liegt zum Mitnehmen auf. Die Menschen sind eingeladen in der Kirche zu verweilen, den Klängen der Musik zu lauschen, zur Ruhe zu kommen und durch den Impuls zum Nachdenken und Beten angeregt zu werden.

Vorbereitung 

  • Absprache mit den Zuständigen.
  • Ein*e Musiker*in wird angefragt.
    Besonders eignen sich u.a. folgende Instrumente: Gitarre, Ziehharmonika, Klavier, Orgel und Harfe.
    Die Musik soll Ruhe ausstrahlen und eine Meditation, ein „zur Ruhe kommen“, unterstützen.
  • Ein Impuls wird vorbereitet, in der Kirche gut sichtbar aufgelegt und kann mit nachhause genommen werden. Beispiele für den Impuls: 
    Ein Auszug aus einem Schrifttext des Sonntags;
    Eine Frage, die sich aus den Schrifttexten ergibt;
    Ein Bild, das einen Schrifttext interpretiert;
    Ein Gebet, das zu den sonntäglichen Schrifttexten passt.
  • Das Lektionar / Evangeliar wird am entsprechenden Sonntag aufgeschlagen und auf einem Ständer im Kirchenschiff für die Gläubigen zugänglich gemacht.
  • Eine Person achtet in der Zeit der musikalischen Atempause auf die Einhaltung der Hygienebestimmungen.

 

Abendgebet der Klänge

Das Abendgebet der Klänge stellt Meditation, persönliches Gebet begleitet von Musik und die Sendung in die neue Woche in den Mittelpunkt.

Als Alternative zu dieser Liturgie des Hörens kann mit der Gemeinde das Abendgebet der Kirche, die Vesper, gebetet werden. Einen Vorschlag dazu findet sich auch auf unserer Homepage: www.dibk.at/gottesdienst

Vorbereitung 

  • Die Osterkerze als Zeichen des Auferstandenen wird im Kirchenraum so aufgestellt, dass sie für alle Gläubige gut sichtbar und als Mittelpunkt der Feier erkennbar ist.
  • In der Nähe der Osterkerze wird ein Tischchen mit Kerzen zum Mitnehmen und ein Docht zum Entzünden dieser Kerzen hergerichtet.
  • Die Platzverteilung im Raum ist so zu wählen, dass alle auf die Osterkerze, auf Christus, blicken.

Ablauf 

  • Eröffnung & Kreuzzeichen: O Gott komm mir zu Hilfe. … (GL 627/1)
  • Entzünden der Osterkerze: Der*Die Vorsteher*in entzündet die Osterkerze.
  • Musikalische Meditation: Die Musik soll Menschen ankommen lassen und zur Ruhe führen.
  • Lesung: Eine Schriftlesung der Eucharistiefeier des Tages wird verkündet.
  • Antwort auf die Lesung
    am Sonntag: Das Große bzw. das Apostolische Glaubensbekenntnis wird gebetet. (GL 586/2 bzw. GL 3/4)
    am Werktag: Ein Liedruf der Gemeinschaft von Taizé wird gesungen (z.B. GL 168/1, 174/1, 321, 365, 386, 390, 394, 445).
  • Stille
  • persönliches Fürbittgebet mit musikalischer Meditation: Der*Die Vorsteher*in der Feier eröffnet das persönliche Fürbittgebet, indem er die versammelte Gemeinde einlädt, eine Kerze von der Osterkerze zu entzünden und diese dann mit zum Sitzplatz zu nehmen. Das Entzünden der Kerze wird mit einer persönlichen Bitte verbunden. Währenddessen erklingt Musik, die das individuelle Gebet unterstützt und begleitet.
    Falls das Entzünden der Kerzen bei der Osterkerze aus verschiedenen Gründen für die feiernde Gemeinde schwierig ist, kann der*die Vorsteher*in eine Kerze an der Osterkerze entzünden und sie zu den anderen Kerzen stellen. Die Gläubigen entzünden ihre Lichter dann an dieser Kerze.
  • Segensbitte für die kommende Woche: Die Gläubigen können ihre Kerze mit nach Hause nehmen. Das Licht dieser Kerzen soll sie durch die kommende Woche begleiten.

 

Segensgebete zur Auswahl

Gott segne und behüte uns. 
Gott sei Licht auf unserem Weg
und seine Gegenwart begleite uns in der kommenden Woche.
Er gebe uns Mut, aufzubrechen,
Kraft, neue Wege zu gehen, 
Rat, in allen Ängsten, 
und Gewissheit, heimzukommen. 
So segne uns der dreifaltige Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist. 
Amen. 

Möge Gottes Segen mit uns sein,
sein Licht unsere Wege erhellen
und seine Liebe unser Herz in schwierigen Zeiten wärmen.
Gottes Segen begleite uns in der kommenden Woche,
auf all den Wegen, die wir gehen werden.
So segne uns Gott – der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen. (nach Walter Lübeck) 

Guter Gott,
wir freuen uns über dein Licht, das in unserer Welt strahlt.
Es leuchtet uns den Weg zu dir und zu unseren Mitmenschen.
Gestärkt durch deine Nähe können wir uns für eine gerechte Welt einsetzen,
und zum Segen für unsere Mitmenschen auf der ganzen Welt werden.
So segne, begleite und stärke uns in der kommenden Woche
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen. 

 

[Musikalische Weihestunde / zusammengestellt von Dominik Schafferer]