Erneuerte Ehevorbereitung

Im Juni 2021 wurde ein neues Konzept zur kirchlichen Ehevorbereitung von der österreichischen Bischofskonferenz approbiert. Auf der Grundlage des nachapostolischen Schreibens von Papst Franziskus „Amoris laetitia“,  über die Freude der Liebe in der der Familie, entwickelte eine eigens dafür eingesetzte Arbeitsgruppe im Zeitraum von ca. 3 Jahren das vorliegende Konzept. Mitbeteiligt waren Walter Krieger (Generalsekretär des Österreichischen Pastoralinstitutes) gemeinsam mit Katrin Windischbacher (Leiterin des Familienreferates der Diözese Graz-Seckau), Alfred Natterer (ehemaliger Leiter der Abteilung Familie und Lebensbegleitung der Diözese Innsbruck), Johannes Reinprecht (Leiter des Instituts für Ehe und Familie) und Robert Schmalzbauer ("Initiative Christliche Familie").  Auch Familienbischof Hermann Glettler war in den Prozess eingebunden und hat zum erfolgreichen Abschluss des Konzepts „Erneuerte Ehevorbereitung“ wesentlich beigetragen.

Erneuerte Ehevorbereitung: Warum Neu?
Erneuerte Ehevorbereitung hält an der bisherigen Ehevorbereitung fest, aber setzt zukünftig auf persönliche Begleitung. Verheiratete Einzelpersonen oder Paare stehen Brautpaaren auf dem Weg zur kirchlichen Trauung persönlich begleitend zur Seite. Das Ausmaß wird je nach der individuellen Situation des Brautpaares festgelegt. Drei bis vier Kontakttreffen sind empfehlenswert.

Erneuerte Ehevorbereitung geht von der konkreten Lebenswelt des Paares aus und setzt bewusst auf eine angemessene Willkommenskultur. Man möchte einfach auf die Prozesshaftigkeit der Ehevorbereitung aufmerksam machen, denn Ehevorbereitung beschränkt sich nicht auf den Besuch des Eheseminars, sondern ist ein Prozess in einer bedeutsamen Phase und Wende des Lebens. Das Sakrament der Ehe soll verdeutlicht werden in dem Sinne, dass Ehe nicht einfach ist, sondern zeitlebens wird. Auch das bewusste Einladen des Brautpaares in das kirchliche Leben vor Ort möchte die Pfarre als Raum und Ort der Beheimatung hervorheben und anbieten. Die Begleitpersonen stehen persönlich für die Anliegen von Brautpaaren zur Verfügung. Diese persönliche Form der Begleitung ist ein Zeichen für einen liebenden Gott, der sich mit uns Menschen auf den Weg macht und für uns da ist.

Aktueller Stand in der Diözese Innsbruck: Das Konzept der Erneuerten Ehevorbereitungwird derzeit von Mitarbeitenden der Abteilung Erwachsene und Familien in unterschiedlichen Räumen und Begegnungen vorgestellt und verbreitet. In einem weiteren Schritt hoffen wir auf die Bereitschaft von Seelsorgeräumen, welche das Konzept schrittweise ausprobieren möchten. Gerne kann man bei Interesse jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen.  

Wer begleitet?
Begleitpersonen sind verheiratete Einzelpersonen oder Paare, die gerne einen Blick für Brautpaare in der Umgebung entfalten möchten und Bereitschaft verspüren, sie persönlich zu begleiten. Ihre Lebenserfahrung und ihr Interesse für Spiritualität, Glaube und Kirche bilden die wesentliche Grundlage für die individuelle Begleitung von Brautpaaren.

Alle Begleitpersonen erhalten nach Absprache mit den Leitungsverantwortlichen vor Ort auch eine Begleitung durch die Abteilung Erwachsene und Familien.

Wann und wo erhält ein Brautpaar Informationen zur Begleitung?
Brautpaare erhalten derzeit jederzeit Informationen zur Begleitung bei uns in der Abteilung Erwachsene und Familien und natürlich auch in der Pfarrkanzlei oder beim ersten Trauungsgespräch, soweit diese in der Region vor Ort schon bekannt sind.

Was kostet diese Form der Begleitung?
Die Begleitung im Rahmen der Erneuerten Ehevorbereitung ist ein kostenloses Service für Brautpaare auf Ihrem Weg zur kirchlichen Trauung.

Broschüre erneuerte Ehevorbereitung