Friedensaktiv: Frauen für eine gerechte Welt

Die Aktion Familienfasttag fördert rund 100 Frauen-Projekte in Asien, Lateinamerika und Afrika. Frauen erfahren, dass sie Rechte haben: auf Bildung, auf Gesundheit, auf eine Leben ohne Gewalt, auf faire Arbeitsbedingungen und politische wie ökonomische Teilhabe.

Nach Jahrzehnten kriegerischer Auseinandersetzungen in Kolumbien ist seit Herbst 2016 ein Friedensvertrag wirksam. Doch das Land ist nach wie vor von Gewalt geprägt. Frauen und Mädchen erleben auch Gewalt in der Familie, ein Nährboden dafür sind der weit verbreitete Machismus sowie die allgemeine Geringschätzung und Abwertung von Frauen in der Öffentlichkeit.

Die Partnerorganisation der Aktion Familienfasttag „Vamos mujer“ setzt sich für eine Veränderung des gesellschaftlichen Bildes von Frauen ein, für eine Stärkung des Selbstwertgefühls und der Selbstorganisation von Frauen. Damit bringt sie eine weibliche Perspektive in den aktuellen Friedensprozess ein, denn „ohne Frauenrechte kein Frieden“.

Die Bäuerin Marta Sofia Alvarez (die ältere der beiden Frauen auf dem diesjährigen Plakat der Aktion Familienfasttag) ist schon lange bei „Vamos mujer“. Gemeinsam mit anderen Frauen ist sie in einer Genossenschaft organisiert, die landwirtschaftliche Produkte hervorbringt, verarbeitet und vermarktet. Startgeld für die Genossenschaft war ein Mikrokredit von „Vamos mujer“:  „Im Gegensatz zu früher entscheiden wir jetzt selbst, haben unser eigenes Geld in der Tasche und sind autonom“, so Alvarez. Ihre Arbeit als Bäuerin versteht sie als „Friedensarbeit“: „Wir machen Frieden, indem wir anpflanzen, denn aus Hunger entsteht Krieg. Und wir leisten Widerstand gegen Gewalt, indem wir aus unserer Gegend nicht weggehen“. Der Sohn von Alvarez ist auf eine Anti-Personen-Mine getreten und hat dabei sein Augenlicht und einen Fuß verloren. Zu bleiben, die Erde zu bewirtschaften und das selbstbestimmt als Frau zu tun, ist für Alvarez ein ganz persönlicher Beitrag zum Aufbau von Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit. Momentan engagiert sich die Bäuerin auch in einem regionalen Bildungsprozess: „Gemeinsam mit anderen Frauen gebe ich weiter, was ich bei Vamos mujer gelernt habe“. 

Zum Familienfasttag am Freitag vor dem 2. Fastensonntag lädt die Katholische Frauenbewegung (kfb) bereits seit 1958 ein. Fasten ist weniger eine Frage der religiösen Vorschriften als der Freiheit und Verantwortung. Es bedeutet einen Verzicht, zu dem wir uns überwinden müssen. Das kann anregen zur kritischen Prüfung der eignen Bedürfnisse und öffnet den Blick für die Bedürfnisse anderer. So führt Fasten zum – wirklichen – Teilen: vom Eigenen abgeben, damit andere über mehr Mittel zum Leben verfügen. Darum sammeln Tausende kfb-Frauen unter dem Slogan „teilen spendet zukunft“ in den Pfarren und bei Suppenessen während der Fastenzeit für benachteiligte Frauen in Asien, Lateinamerika und Afrika. Teilen ist der Ausdruck ihrer Solidarität.

Unterstützen Sie die Aktion Familienfasttag und benachteiligte Frauen in Asien, Lateinamerika und Afrika! Kommen Sie zum Suppenessen, spenden Sie bei den Gottesdiensten und nützen Sie die Möglichkeit einer online-Spende unter www.teilen.at

Unser Spendenkonto lautet auf Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung:
IBAN: AT83 2011 1800 8086 0000           
BIC: GIBAATWWXXX