Schöpfungsverantwortung

Welche Welt hinterlassen wir? Blüht es hinter uns her? Schöpfungsverantwortung - eine Gabe und Herausforderung, Geschenk und Pflicht.

Nicht erst seit der im Juni 2015 erschienenen Enzyklika Laudato si' gibt es in der Kirche die Sorge um das gemeinsame Haus, ohne Zweifel stärkte dieses lehramtliche Dokument aber den Rücken der kirchlichen Umweltbeauftragten in den Diözesen.

Schöpfungsverantwortung, d.h. Hüter und Verwalterinnen der Erde zu sein, ist ein Grundauftrag, der in der Geschichte immer wieder missbräuchlich ausgelegt wurde. "Unterwerfen und herrschen" (Gen 1,28) ist untrennbar verbunden mit Fürsorge und dem Leben dienen.

Die Ressourcen sind begrenzt und deren Nutzung global ungleich verteilt. Im eigenen Umfeld kann jeder und jede mit noch so kleinen Handlungen zu Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung beitragen. Nach Blaise Pascal sollte die Tugend eines Menschen nicht an seinen besonderen Leistungen gemessen werden, sondern an seinem alltäglichen Handeln. "Es ist sehr nobel, es sich zur Pflicht zu machen, mit kleinen alltäglichen Handlungen für die Schöpfung zu sorgen, und es ist wunderbar, wenn die Erziehung imstande ist, dazu anzuregen, bis es zum Lebensstil wird." (LS 211)

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