Heiliges Recht

Diözesanadministrator Jakob Bürgler verteidigt Asyl als "heiliges Recht"

Der Innsbrucker Diözesanadministrator Jakob Bürgler verteidigt das Asylrecht als "heiliges Recht" und spricht sich gegen Obergrenzen bei der Aufnahme von Asylwerbern aus. "Alle Ängste, die mit diesem Thema verbunden sind, Ohnmacht und Bedrohung, die die Menschen empfinden, sollten auf das höhere Prinzip, dass Menschen, die von Krieg und Gewalt traumatisiert sind, ein Recht auf Asyl haben, ausgerichtet sein", betonte Bürgler am Samstag in der "Tiroler Tageszeitung". 

Der Belastung, der Österreich und Tirol bei der Unterbringung und Betreuung von Asylwerbern ausgesetzt sind, hält Bürgler für eine "große Herausforderung", die ein mehr an Solidarität auf europäischer Ebene verlangen. "Weil diese nicht vorhanden ist, werden einige Länder über Maßen belastet." 
In der Diözese Innsbruck stellt die Kirche aktuell rund 500 Quartiere für Asylwerber zur Verfügung. Man sei sich der Aufgabe, Menschen Obdach zu geben, bewusst. Dennoch komme es auch innerhalb der Kirche immer wieder zu Diskussionen, räumte Bürgler ein. "Da entstehen durchaus Spannungen zwischen der Kirchenleitung und den Erfahrungen der Menschen vor Ort. Trotzdem ist es unsere Aufgabe, Menschen Obdach zu geben." Bei der Unterbringung setze die Kirche vor allem auf Klein-Quartiere, die eine bessere Integration ermöglichten, so der Administrator. Integration funktioniere nahezu problemlos in kleineren Einheiten. 
Nicht ganz einfach sei allerdings, so Bürgler, der Dialog mit dem Islam; "weil die unterschiedlichen muslimischen Gruppen nicht vernetzt sind". Deshalb funktioniere der Dialog mit manchen Gruppen besser als mit anderen. Dass sich viele gewaltbereite Muslime unter dem Schutzmandel der Flüchtlingsströme niederlassen würden, glaubt der Administrator allerdings nicht.  

Hilfreiche Links

Freundeskreis Flüchtlingsheim Landhaus St.Gertraudi
www.fluechtling.org
Homepage der Flüchtlingsinitiativen in Tirol  
www.asyl.tirol
Caritas Österreich (mit Kurzfilm zu8m Download):
www.caritas.at/flucht
Asylhilfe Katholische Kirche Österreich:
asylhilfe.katholisch.at
Netzwerk Flüchtlinge Willkommen:
http://www.fluechtlinge-willkommen.at
Freiwilliges Engagement für Integration:
www.wirsinddabei.at
Verein Menschenrechte Tirol:
http://www.verein-menschenrechte.at/tirol.html
Rechtsberatung der Diakonie Tirol:
https://diakonie.at/einrichtung/unabhaengige-rechtsberatung-tirol
Ö-Lexikon für Asylfragen von der Diakonie Österreich: !!! 
http://fluechtlingsdienst.diakonie.at/kleines-asyl-lexikon
Beispiele für innovative Flüchtlingsprojekte: 
https://www.startnext.com/blog/Blog-Detailseite/b/6-innovative-Fluechtlingsprojekte-auf-Startnext-1023
UNHCR-Österreich:
http://www.unhcr.at/mandat/fluechtlinge.html
Pro-Asyl Deutschland:  
http://www.proasyl.de/de/
Jesuiten Flüchtlingsdienst Deutschland: 
http://www.jesuiten-fluechtlingsdienst.de/
Online Deutschkurse:
www.sprachportal.at
http://deutschtraining.org/deutschkurs-online/
Online Wörterbuch Deutsch - Persisch (Farsi):
http://www.free-dict.de/
Online Wörterbuch Deutsch – Arabisch:
http://de.langenscheidt.com/deutsch-arabisch/
Qantara = „Brücke“: Dialog mit der islamischen Welt
http://de.qantara.de/
Orientierungshilfe, erklärt Flüchtlingen die (deutsche) Kultur
www.refugeeguide.de 

Auf der Flucht

Samira musst mit ihren Eltern vor dem Krieg in Syrien flüchten. So wie Samira geht es heute 60 Millionen Menschen, die gezwungen waren, ihre Existenz aufzugeben, um irgendwo anders in Sicherheit weiterleben zu können. 


Ich bin Mensch

Ein Kurzvideo der Caritas Tirol mit Menschen, die in Tirol leben, aber ihre Wurzeln (auch) in anderen Gegenden der Erde haben. Das Video von Martina Wolchowe war ein Beitrag für einen Kurzfilmwettbewerb zum Thema Asyl.


4640 km

4.640 km hat eine syrische Flüchtlingsfamilie auf ihrer Flucht bis nach Innsbruck zurückgelegt. Helene Senfter, Absolventin des Medienkollegs Innsbruck, dokumentiert rückblickend diese Reise und gibt einen berührenden Einblick in das Schicksal der Familie.


Meldungen

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Aus Fremden wurden Freunde

In einem Beitrag für „notae – Historische Notizen zur Diözese Innsbruck" stellt die Politikwissenschaftlerin und Caritas-Mitarbeiterin Gisella Schiestl eindrucksvoll den Einsatz der Kirche für Flüchtlinge seit 1945 dar. In einem Interview mit Gilbert Rosenkranz für den Tiroler Sonntag beantwortet sie uns interessante Fragen zu diesem Thema.

Religionsgemeinschaften helfen Geflüchteten

Das Wiener internationale Dialogzentrum KAICIID ruft dazu auf, religiöse Organisationen und religiöse Würdenträger weltweit stärker in die Bemühungen zur Lösung der Herausforderungen im Zusammenhang mit Flucht und Vertreibung sowie Menschenhandel einzubinden.

Broschüre zeigt Flüchtlingen christlich geprägtes Österreich

Österreichische Traditionen, Symbole, Brauchtum sowie Feste und die Grundlagen des christlichen Glaubens sind Themen der neuen Informationsbroschüre "Grüß Gott in Österreich". Sie wird von der Katholischen Kirche gemeinsam mit dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) herausgegeben und soll einen Beitrag zur Integration leisten.

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